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Shift 2030 fordert Verlagerung auf Schiene Ende der rollenden Heizung namens Lkw

Foto: Augustin

Die Schieneninitiative Shift 2030 fordert von Industrie und Politik Anstrengungen, kurzfristig mehr Güter auf die Schiene zu verlagern und damit die Verschwendung von Erdöl im Güterfernverkehr zu reduzieren.

Selten sei Erdöl so kostbar wie heute, und es habe noch seltener in den letzten Jahrzehnten eine Situation gegeben, in der die Versorgung dermaßen gefährdet ist. Dies erfordert eine sparsame und effiziente Nutzung dieses Rohstoffs - stattdessen werde der wertvolle Rohstoff in großen Mengen für den Güterfernverkehr mit Lkw genutzt und dabei in Kauf genommen, dass bis zu 60 Prozent der Energiezufuhr als Abwärme einfach ungenutzt entweicht.

Diesel-Lkw als "rollende Heizungen"

„Angesichts der aktuellen Lage ist eine derartige Verschwendung schwer zu vermitteln. Solche ‚rollenden Heizungen‘ können wir uns beim Güterfernverkehr schlichtweg nicht mehr erlauben. Diese ungenutzte Wärme wird vielmehr in den Wohnzimmern der Menschen gebraucht“, sagt Sebastian Ruckes, Vorstand der Initiative Shift 2030. Die Non-Profit Organisation hat es sich zur Aufgabe gemacht, den Marktanteil der Schiene zu erhöhen und die Klimaziele für den Transportsektor bis 2030 zu erreichen. Die Initiative plädiert stattdessen für die Schiene als "äußerst sparsamen Verkehrsträger, der überwiegend kein Erdöl benötigt". Diese verbrauche im Vergleich zum Diesel-Lkw fünfmal weniger Energie und sei darüber hinaus auch noch klimafreundlich, da sie größtenteils mit Strom fahre, der aus regenerativen Energien gewonnen werden kann.

Verlader und Spediteure müssen umdenken

Laut Shift 2030 müsse jetzt bei Verladern und Spediteuren ein Umdenken einsetzen und jede Möglichkeit zur Verlagerung auf die Schiene ergriffen werden. Daher müsse auch Schluss sein mit angewöhnten Vorbehalten, die dem System Schiene zuweilen seine Leistungsfähigkeit absprächen. „Insbesondere der kombinierte Verkehr ist wettbewerbsfähig - das zeigt sich nicht zuletzt an dessen stetigen Wachstum. Hier gibt es viele Wettbewerber, die innovative und wirtschaftliche Leistungen anbieten. Verlader und Spediteure müssen sich jedoch aus ihrer Komfortzone bewegen, um diese Angebote kennenzulernen und in ihrer Transportplanung berücksichtigen“, so Ruckes.

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