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Scania R 450

Ein Supertruck namens Mockingjay fährt vor

Supertruck, Scania, Tribute von Panem, Mockingjay 12 Bilder

Der 450 PS starke Scania namens "Mockingjay" von Manfred Berthold hatte vergangenen sommer einen etwas holprigen start. Jetzt verläuft zum Glück wieder alles in geordneten Bahnen.

08.01.2016 Otto Miedl

Ganz anders als geplant und teilweise so nervenaufreibend wie die Filme aus der Reihe "Die Tribute von Panem" sollten sich auch die ersten Monate der neuen Sattelzugmaschine von Manfred Berthold aus Kemberg/Radis gestalten. Die Aufbauarbeiten im Mai 2015 verliefen noch absolut planmäßig. Manfred Bertholds Tochter Vanessa hatte sich als Lackierthema für den neuen Lkw die Geschichte um das bekannte US-amerikanische Science-Fiction-Abenteuer gewünscht und diese Idee in der Folgezeit zusammen mit Airbrush-Künstler Marcel Barth aus Delitzsch erarbeitet. Von ihr stammte auch der Einfall, den Scania auf den Namen "Mockingjay" zu taufen. Als echte Premiere hatte Marcel Barth neben seinen künstlerischen Tätigkeiten außerdem die ­Tuningarbeiten und sogar den Umbau des gesamten Innenraums übernommen.

Barths Airbrush-Atelier ist mittlerweile zu dem kleinen und feinen Truck-Tuning-Center (TTC) herangewachsen. Zusammen mit Sven Punke von der Talmon Transporte OHG aus Weil der Stadt bei Stuttgart widmet er sich mittlerweile auch der Außenmodifikation und Innenraumveredelung. Ein paar ­Wochen hatte der schmucke Dreiachser im Sommer in die große weite Welt der schönen Trucks hineinschnuppern dürfen. Dann war für ihn die Saison schon wieder vorbei. Unverschuldet in Schieflage geraten und gepaart mit einigen gesundheitlichen Problemen, blieb Manfred Berthold keine andere Wahl, als die Reißleine zu ziehen. Er verabschiedete sich aus der Selbstständigkeit und selbst der so liebevoll aufgebaute Scania konnte an diesem Entschluss nichts ändern.

"Mockingjay"

Bei Sven Punke und der Talmon Transporte OHG aus Weil der Stadt fand Manfred Berthold schließlich einen neuen Arbeitgeber. Punke kümmerte sich aber nicht nur um ­Berthold selbst, er sorgte sich auch um das Schicksal des Scania und holte "Mockingjay" in seine Firma. Alle wussten davon, nur Berthold war nicht eingeweiht. Es war eine tränenreiche Überraschung, als der 50-jährige Fernfahrer sein altes und neues Arbeitsgerät wieder überreicht bekam. Ein besseres ­Happy End hätte man sich für einen Hollywood-Film nicht wünschen können.

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