Scania Konzept für Hybrid- und vollelektrische Antriebe

Foto: Scania

Scania kündigt die Einführung elektrifizierter Antriebssysteme an. Dabei verfolgt der skandinavische Hersteller nach eigenen Angaben zwei konzeptionelle Ansätze.

Mit einer potenziellen CO2-Reduzierung von bis zu 92 Prozent kombiniere ein Hybrid-Elektrosystem von Scania eine E-Maschine mit einem Verbrennungsmotor - entweder zusammen oder als eigenständige Stromquellen. Das hybridelektrische System könne zum Beispiel in Baggern, Muldenkippern, Steinbrechern, Mobilkränen, Betonpumpen sowie in Flughafenlöschfahrzeugen gewinnbringend eingesetzt werden. Denkbar wäre auch ein Einsatz im Marinebereich zum Beispiel in Pendlerschiffen, Straßenfähren, Lotsenschiffen und Hilfsschiffen für Fischzuchtbetriebe.

Die Hybridlösung verbessere laut Scania die Leistung des Antriebsstrangs mit einem außergewöhnlichen Drehmoment und Ansprechverhalten direkt aus dem Leerlauf. Das reduziere den Kraftstoffverbrauch, die Betriebskosten, die Lärmbelastung und die Emissionen gleichermaßen. Die E-Maschine werde dabei direkt auf den Motor geschraubt, ihr Drehzahlbereich an den des Motors angepasst. Vorteil laut Scania: es ist kein zusätzliches Getriebe erforderlich. „Für Scania Deutschland Österreich sind wir bereits mit ersten Kunden im Gespräch, um für ihre Anwendungen eine geeignete Hybridlösung zu entwickeln“, erklärt Jörg Franzke, Leiter Motoren, Scania Deutschland Österreich.

98 Prozent weniger CO2

Mit dem zweiten Ansatz, einem vollelektrischen System, will Scania die CO2-Emissionen um bis zu 98 Prozent reduzieren – sofern die elektrische Energie in regenerativen Quellen erzeugt wird. Einsatzmöglichkeiten sieht Scania dabei in Portalhubwagen, Muldenkipper, Baggern, Lader, Flughafenlöschfahrzeugen und Flugzeugschleppern. Im Marinesegment könne das System zum Beispiel bei Ausflugsschiffen, Straßenfähren, Windparkhilfsschiffen und Patrouillenbooten sehr eingesetzt werden.

Das vollelektrische System wird von einer E-Maschine angetrieben und zeichnet sich durch eine hervorragende Leistungsdichte mit maximalem Drehmoment und Ansprechverhalten direkt beim Start aus. Bei hoher Energieeffizienz und geringem Wartungsaufwand seien die Betriebskosten zudem niedrig.

Scania-Antriebsmanagement mit gemeinsamer Schnittstelle

„Unser intern entwickeltes Elektrifizierungskonzept stützt sich auf unsere Erfahrungen aus der Elektrifizierung von Straßenfahrzeugen", sagt Joel Granath, Senior Vice President Scania Engines. Mit der langjährigen Erfahrung von Scania bei der Herstellung von Motoren, die mit Diesel und alternativen Kraftstoffen betrieben werden, beginnt Scania laut Garath jetztmit der nächsten Entwicklungsstufe. Vorteil der Konzeptantriebe ist laut Hersteller, dass alleKomponenten nahtlos zusammenarbeiten und von einem gemeinsamen Managementsystem gesteuert werden. Die Steuerungs- und mechanischen Schnittstellen - CAN J1939 und SAE 1 -bleiben unverändert und vereinfachen dadurch die Integration mit externen Komponenten.

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