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S21 könnte zehn Milliarden Euro kosten

Bundesrechnungshof warnt Bundesregierung

Foto: Arnim Kilgus

Nach einem Bericht der Stuttgarter Zeitung geht der Bundesrechnungshof intern von erheblichen Mehrkosten für den Bau des Bahnprojekts Stuttgart 21 aus. Von bis zu zehn Milliarden Euro ist die Rede. Bislang sind – nach mehreren Nachbesserungen – 6,5 Milliarden Euro veranschlagt

06.07.2016 Carsten Nallinger

Laut einem internen Prüfbericht könnte das Bahnprojekt Stuttgart 21 (S21) bis zu zehn Milliarden Euro kostten – statt der aktuell veranschlagten 6,5 Milliarden Euro. Nach Angaben der Stuttgarter Zeitung hat der Bundesrechnungshof die Bundesregierung bereits gewarnt, dass völlig unklar sei, wie diese Mehrkosten finanziert werden sollen.

Studie warnte schon Ende 2015 vor der Kostenexplosion

Eine Studie des Verkehrsexperten Martin Vieregg vom Aktionsbündnis gegen S21 kam schon Ende 2015 zu dem Ergebnis, dass der Ausstieg bei S21 den Steuerzahler rund 5,9 Milliarden Euro günstiger kommen würde – den Ausbau bestehender Strecken und des Kopfbahnhofs bereits eingerechnet. Vieregg war dabei von Gesamtkosten von zehn Milliarden Euro für das S21-Bauvorhaben ausgegangen. Die Deutsche Bahn wiederum bestritt die Ergebnisse der Studie von Vieregg.

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