RWTH Aachen elektrifiziert

Batterie, Brennstoffzelle, Oberleitung

Foto: Patrizia Cacciotti/PEM RWTH Aachen

Die RWTH Aachen hat sich der Elektrifizierung des Nutzfahrzeugs verschrieben. Für die Prototypen-Entwicklung hat sie eine neue Halle in Betrieb genommen.

Die RWTH Aachen treibt die Elektrifizierung von Nutzfahrzeugen mit Hochdruck voran. Teams des von Prof. Achim Kampker (ehemals Streetscooter) gegründeten Lehrstuhls Production Engineering of E-Mobility Components (PEM) bauen in aktuell drei Forschungsprojekten insgesamt zehn Lkw unterschiedlicher Gewichtsklassen und Fahrzeugtypen auf. Dabei kommen alle denkbaren Elektro-Varianten zum Einsatz: Batterien, Oberleitungsstromabnehmer und Brennstoffzellen. „Mit einer Kombination der unterschiedlichen Technologien entwickeln wir nach dem Baukastenprinzip elektrische Lkw-Antriebsstränge, die wirtschaftlich tragfähig und individuell gestaltbar sind“, heißt es.

Neue Halle für Prototypen in Betrieb genommen

Für die Forschungsvorhaben steht den Teams der vom Bund geförderten Großprojekte „SeLv“, „LiVe“ und „LiVePlus“ neuerdings eine eigene Montagehalle mit 575 Quadratmetern zur Verfügung. Sie hat ihren Standort am Rotter Bruch in Aachen. „Die räumliche Nähe bei der Prototypenforschung ermöglicht uns wichtige Synergieeffekte“, sagt Konstantin Sasse, Gruppenleiter Battery Engineering des PEM.

In der Halle und auf abgesperrtem Gelände sollen die späteren Prototypen aber nicht bleiben. Für zwei der Projekte – SeLv und LiVeP lus – ist demnach eine Einzelbetriebserlaubnis für die Fahrt auf öffentlichen Straßen vorgesehen. „Dafür wird der komplette Zulassungsprozess durchlaufen und von einem unabhängigen Prüfinstitut abgenommen“, erklärt der LiVePlus-Verantwortliche Sebastian Biegler. So sollen umsetzbare und realitätsnahe Konzepte erforscht und dabei eine Produktionsplanung für Kleinserien erarbeitet werden. „Welche Technologie sich am Ende durchsetzt, wird sich in den kommenden Jahren zeigen und ist auch von äußeren Faktoren wie etwa der Infrastruktur abhängig“, betont er.

Hier die Projekte im Einzelnen:

  • LiVe: Lebenszyklus-Kostenreduktion im elektrischen Verteilerverkehr durch individuell adaptierbaren Antriebsstrang. Es läuft noch bis Ende 2022, gefördert vom BMU.
  • LiVePlus: Lebenszyklus-Kostenreduktion im elektrischen Verteilerverkehr durch pantographenbasierteBaukastensysteme für Lkw und Sattelzugmaschinen. Es läuft bis Ende Juli 2022, gefördert vom BMU.
  • SeLv: Schwere Lkw für die emissionsfreie Logistik im Schwerlastverkehr mittels Elektrifizierungsbaukasten und wirtschaftlichem Produktionssystem. Es läuft im Oktober 2023 aus, gefördert vom BMVI.
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