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Rund 5.000 Aufkleber im Umlauf

Warnung vor Totem Winkel

Aufkleber warnt vor Totem Winkel. Foto: AGFK

Eine aktuell gestartete Aufkleber-Aktion der baden-württembergischen AGFK und der LVW möchte Bewusstsein schaffen und Leben retten.

Ein Fahrzeug des Baubetriebshofes Kirchheim unter Teck erhält durch Bürgermeister Günter Riemer und Hartfrid Wolff, Präsident der Landesverkehrswacht Baden-Württemberg, einen Aufkleber „Achtung: Toter Winkel“ und markiert damit den Start einer Aktion in Baden-Württemberg zu diesem Thema.

Auftakt zur Aufkleber-Aktion in  Kirchheim unter Teck. Foto: Stadt Kirchheim unter Teck,Johannes Dangel
Auftakt zur Aufkleber-Aktion in Kirchheim unter Teck.

Rund 5.000 Aufkleber „Achtung: Toter Winkel“ sind bei Baden-Württembergischen Kommunen und Kreisen, die Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Fahrrad- und Fußgängerfreundlicher Kommunen in Baden-Württemberg (AGFK) sind, bereits im Umlauf. AGFK und Landesverkehrswacht Baden Württemberg (LVW) versprechen sich, durch ihre gemeinsame Aktion Bewusstsein zu schaffen und Leben zu retten.

Der am rechten hinteren Heck von Lkw oder Bussen aufzubringende Aufkleber soll Radfahrer auf die Risiken hinweisen, denen sie laut AGFK an Ampeln oder größeren Kreuzungen durch abbiegende Schwerlastverkehre ausgesetzt sind. Aber auch die Berufskraftfahrer selbst sollen so sensibilisiert werden. Eine weitere Aktion in Sachen Toter Winkel war es, im vergangenen Jahr am Valentinstag, ein AGFK-Duftherz zu verteilen, mit dem die Interessenvertreter an den Schulterblick erinnern möchten.

Und auch Speditionen und Logistiker sowie Unternehmen mit Fuhrparks können sich an die Projektmacher wenden, um Unterstützer zu werden – oder etwa Aufkleber bestellen. Die Warn-Aufkleger lassen sich am rechten hinteren Heck von Lkw oder Bussen anbringen. Die AGFK rät dazu, sie in Augenhöhe der Fahrradfahrer anzubringen, also in einer Höhe von 1,50 bis maximal 1,70 Metern. Ein kleinerer Aufkleber, der dafür gedacht ist, an Transportern vor der Gefahr zu warnen, soll auf 1,20 bis 1,40 Metern aufgeklebt werden. Die Akteure weisen auf eine Haltbarkeit von etwa sieben Jahren hin.

Arbeitsgemeinschaft Fahrrad- und Fußgängerfreundlicher Kommunen in Baden-Württemberg (AGFK)

Mehr als 70 Gemeinden in Baden-Württemberg sind mittlerweile Mitglied der AGFK-BW, die im Jahr 2010 von 19 Gründungsmitgliedern ins Leben gerufen wurde – mit Unterstützung der Landesregierung. Die AGFK hat sich vorgenommen, das Radfahren als selbstverständliche, umweltfreundliche und günstige Art der Fortbewegung zu fördern. Für das Verkehrsministerium ist die AGFK wichtiger Teil der Fahrradförderung des Landes und wird somit finanziell und ideell unterstützt. Weitere Unterstützung für dieses Projekt bekommt die AGFK vom Allgemeinen Deutschen Fahrradclub, dem ADFC Baden-Württemberg.

Landesverkehrswacht Baden-Württemberg (LVW)

Laut Deutscher Verkehrswacht verunglückt alle 15 Minuten ein Kind, eine Befragung von 1.200 Schulkindern ergab, dass jedes vierte Kind in den Klassen fünf bis zehn schon einmal einen Verkehrsunfall erlitten hat. „Für die Verkehrswachten ist das Thema Toter Winkel ein Dauerthema, das nie an Aktualität und Wichtigkeit verliert“, sagt Robert Newart, Geschäftsführer der Landesverkehrswacht Baden-Württemberg. Insbesonere für Fahrradfahrer entstehen nach seiner Aussage gefährliche Situationen, wenn sie zum Beispiel an einer roten Ampel neben einem Lkw fahren. Der Fahrer nehme sie nicht wahr, wenn sie sich im Toten Winkel befinden. Oberstes Ziel der Verkehrswacht sei es, dass Kinder und auch alle anderen Zielgruppen in unserer Gesellschaft unfallfrei durch den Verkehr kommen. „Dafür kann man die genug tun.“

Newart informiert weiter, dass die Zielgruppen durch die örtlichen Verkehrswachten angesprochen werden. „Wir sind ein ehrenamtlich agierender Verein und haben daher nur begrenzte Ressourcen.“

Die im Jahr 2016 im Landeskabinett verabschiedete Radstrategie für die landesweite Radverkehrsförderung bis 2025 hat in einem Workshop mit Experten aus Kommunen, Verbänden und Akteuren aus der Verkehrssicherheit im November 2018 eine Strategie entstehen lassen, um mehr öffentliche Aufmerksamkeit und Sensibilisierung für den Toten Winkel zu erreichen. Weitere Fachveranstaltungen und Aktionen sollen die Aktion unterstützen, wofür die AGFK auf ihrer Website weitere Informationen anbietet.

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