Rallye Dakar 2013

Selbstbewusster de Rooy will erneut siegen

Dakar Foto: Wiw - Willy Weyens 10 Bilder

Die Dakar startet am Wochenende in ihre 34. Auflage. Mit dabei sind 74 Trucks. Da wird’s ganz schön eng im Camp in Lima.

Nun sind sie also doch da: Die blauen Reiter von Kamaz wollen Revanche, haben die Fehdehandschuh des niederländischen Teams von Vorjahressieger de Rooy aufgenommen. Aus dem Umfeld des Africa-Race stammende Gerüchte, wonach die Kamaz-Truppe 2013 der Mutter aller Wüstenrallyes fernbleibt, haben sich nicht bestätigt. Mit fünf der schnellen Russen-Trucks sind die Männer aus Tatarstan (Nikolaev, Mardeev jr., Karginov, Ardavichus, Mardeev sr.) auch ebenso stark besetzt wie die de Rooy-Armada.
Als Stachel im Fleisch der großen Teams versteht sich Tatra-Pilot Ales Loprais, der allerdings mit dem alten 815er Frontlenker antritt. Den Hauber hatte der Tscheche im letzten Jahr nachhaltig zerstört.
Mehr als 8.000 Kilometer von Lima in Peru, durchs westliche Argentinien bis hinunter nach Santiago de Chile liegen vor den Teams, wenn am 5. Januar der Start frei gegeben wird. Das Ziel soll am 20. Januar erreicht werden.

Papierkrieg vor dem Start

Vorher war die technische Abnahme und jede Menge Papierkrieg für die Teilnehmer angesagt. „Der besch... Dakar-Tag ist geschafft,“ meint am Ende Hans Stacey. „Nur warten und rumhängen. Ich hasse das!“ Ganz anders Titelverteidiger Gerard de Rooy, der die Ungeduld gar nicht verstehen kann. „Das wird doch von Jahr zu Jahr einfacher,“ sieht der fliegende Holländer das Pflichtprogramm vor dem Start eher relaxt. Und setzt selbstbewusst noch einen drauf: „Letztes Jahr verspürte ich wesentlich mehr Druck. Jetzt aber wissen wir, dass wir das packen können. Das ist ein neues Jahr mit neuen Chancen. Und ich sehe keinen Grund, warum wir nicht erneut siegen sollten.“

Behringer zuversichtlich

Zuversichtlich ist auch der prominenteste deutsche Rallye-Trucker am Start, Baja-Mitteldeutschland-Sieger Mathias Behringer. Mit seinem gerade bei Karl Maurer in Türkheim neu aufgebauten MAN fährt Behringer den schnellen Service für das HS-Team Kahle/Schünemann (Buggy). Nachdem der bislang schnellste Deutsche in der Truck-Wertung, Franz Echter, in diesem Jahr nicht am Start ist, hat Behringer das Zeug, am Ende schnellster Deutscher in der Lkw-Wertung zu sein, jedenfalls wenn es um den Mann am Lenkrad geht. Denn mit Detlef Ruf und Artur Klein hocken die restlichen zwei Drittel des einstigen Teams von Franz Echter auf den heißen Sitzen neben Marcel van Vliet und Hans Stacey und damit aussichtsreichen Fahrzeugen des Teams de Rooy.

Schnelle Servicetruppen

Mit Klaus Bäuerle und seinen Mitstreitern Philipp Beier und Tim Brylla und mit Wallenwein/Baumann/Rettich sind zwei weitere deutschen Teams im schnellen Service unterwegs.
Einig sind sich alle darin, dass es jetzt endlich losgehen muss. Es juckt im rechten Fuß - heftig!

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