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PwC warnt vor Gewinneinbrüchen

Klimawandel Top-Thema in der Logistik

Foto: arahan-Fotolia

Laut einer Studie von PricewaterhouseCoopers ist im Verkehrs- und Logistiksektor eine radikale Trendwende nötig, um die Emissionsziele zu erreichen.

Während alle Sektoren ihre Treibhausgas-Emissionen von 1990 deutlich reduzieren konnten, steigen sie im Verkehrssektor, so eine Analyse der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC). Der Klimawandel wirke sich immer stärker auf die Geschäftsmodelle der Transport- und Logistikbranche aus. Logistiker seien gefordert, ihre Ansätze zum Umgang mit Energieverbrauch und Treibhausgas-Emissionen zu einer ganzheitlichen, langfristigen Klimastrategie weiterzuentwickeln. Denn der Übergang in eine klimaneutrale Wirtschaft könne für die Unternehmen bereits 2025 Gewinneinbrüche (EBITDA) von bis zu 20 Prozent auslösen.

Steigende Treibhausgas-Emissionen im Verkehrsbereich

Der Studie zufolge sind die verkehrsbedingten Treibhausgas-Emissionen in der EU in den letzten Jahren stetig gestiegen. Dabei sei im Klimaschutzgesetz von 2019 für den Verkehrssektor eine Senkung der Treibhausgas-Emissionen bis 2025 um 25 Prozent und bis 2030 um 42 Prozent im Vergleich zum Jahr 1990 vorgesehen.

„Um dies zu erreichen, ist eine radikale Trendwende nötig. Mit reinen Effizienzsteigerungen ohne Verkehrsverlagerung und den Übergang zu alternativen Antrieben und Kraftstoffen ist diese nicht zu bewältigen“, sagt Dr. Nicole Röttmer, Partnerin im Bereich Sustainability bei PwC Deutschland.

Unternehmen der Transport- und Logistikbranche müssten demnach möglichst schnell eine ganzheitliche Klimastrategie festlegen. Dazu gehöre, die eigenen Treibhausgas-Emissionen zu reduzieren, und zu erkennen, „welche finanziellen Auswirkungen der Klimawandel auf die Branche und ihr eigenes Geschäft haben kann“.

Neue Geschäftsmöglichkeiten ausloten

„Viele Logistiker versuchen die Auswirkung des eigenen Unternehmens auf den Klimawandel beispielsweise mit der Berechnung des Carbon-Footprints zu erfassen, aber der nächste Schritt, die physischen Auswirkungen der Erderwärmung und die Wirkung der Anstrengungen der Weltgemeinschaft, den Klimawandel zu begrenzen, für das eigene Unternehmen auszuloten, erfolgt nur bei wenigen“, sagt auch Ingo Bauer, Leiter des Bereichs Transport und Logistik bei PwC Deutschland. Dabei gehe es nicht nur um das Erkennen von Risiken, sondern auch, welche neuen Geschäftsmöglichkeiten sich daraus ergeben können. „Die aktuelle Krisensituation bietet die Chance, das eigene Geschäftsmodell zu überdenken und es nachhaltig und damit zukunftsfähig auszurichten“.

Gewinneinbußen bis 20 Prozent möglich

„Unsere Analysen mit dem PwC Climate Excellence Tool zeigen, dass die im MSCI-Index gelisteten Logistikunternehmen ihren Gewinn (EBITDA) in einem Szenario, in dem die Erderwärmung erfolgreich im Einklang mit den Zielen des Pariser Klimaabkommens begrenzt wird, bei einer frühzeitigen Reaktion auf regulatorische Veränderungen, neue Technologien und sich verändernde Märkte bis 2025 um durchschnittlich 16 Prozent steigern. Unternehmen der Branche, welche sich nicht rechtzeitig auf die kommenden Veränderungen vorbereiten, büßen jedoch im gleichen Zeitraum bis zu 20 Prozent an Gewinn ein“, so Nicole Röttmer.

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