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Projekt von MAN und HHLA

Automatisierter Containertransport überzeugt

Hamburg Truck Pilot Foto: Thies Raetzke Images

MAN und HHLA haben ihr Gemeinschaftsprojekt Truck Pilot abgeschlossen. Ziel war, im Containerumschlag selbstfahrende Lkw einzusetzen.

MAN Truck & Bus und die Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) stellten die Ergebnisse des dreijährigen Projekts, das zugleich Teil der strategischen Mobilitätspartnerschaft zwischen der Stadt Hamburg und Volkswagen war, jetzt vor. Zilesetzung des Peojets war demnach die Entwicklung und der Praxistest eines autonomen Lkw im Containerumschlag auf dem HHLA Container Terminal Altenwerder (CTA). Nach Angaben der beiden Partner ist das Projekt Truck Pilot damit eine wichtige Etappe auf dem Weg zu autonomen Hub-to-Hub Verkehren.

Ziel: Serienreife von selbstfahrenden Lkw ab 2030

„Pilotprojekte wie Hamburg Truck Pilot beweisen, dass der Einsatz von selbstfahrenden Lkw technologisch umsetzbar ist und sich effizient in Logistikabläufe integrieren lässt. Das autonome Fahren wird ein Game Changer im Transportwesen sein. In enger Zusammenarbeit mit Kunden und Partnern erproben wir praxistaugliche Automatisierungslösungen mit dem Ziel, ab 2030 selbstfahrende Lkw zur Serienreife zu bringen“, sagt Dr. Frederik Zohm, MAN Vorstand für Forschung und Entwicklung, zu den Projektergebnissen.

„Autonomes Fahren wird kommen! Darauf bereiten wir uns als HHLA vor. Die Logistik 4.0 bietet Chancen von globalem Ausmaß. Um sie zu nutzen, müssen wir offen für Veränderungen sein und Mut zum Wandel zeigen. Das autonome Fahren und Hamburg Truck Pilot sind ein gutes Beispiel für transformative Prozesse, die wir aktiv gestalten wollen“, sagte HHLA-Vorstandsvorsitzende Angela Titzrath.

Laut MAN war die Spedition Jakob Weets aus Emden Logistikpartner des Projekts. Bei den Praxisfahrten fuhr zunächst ein Fahrer den mit einem 40-Fuss-Container beladenen Lkw im Auftrag der Volkswagen Konzernlogistik zum CTA-Terminal im Hamburger Hafen.

Autonom fahrender Lkw und manuell gefahrene Lkw

"Dort fuhr der Lkw autonom über das Terminalgelände und bewegte sich reibungslos im gemischten Verkehr mit anderen Verkehrsteilnehmern. Er fuhr sein Ziel in der Blocklagerspur an und rangierte ebenfalls selbstständig rückwärts hochgenau in die Parkposition. Nach dem Containerumschlag erfolgte die Rückfahrt zum Check-Gate ebenso autonom", so eine MAN-Mitteilung. Jenseits des Terminalgeländes übernahm wieder der Fahrer von Weets das volle Kommando.

Auf Seiten der HHLA war Till Schlumberger, Projektleiter bei der HHLA, verantwortlich für das Projekt Truck Pilot. „Der HHLA Container Terminal Altenwerder ist durch seine hoch automatisierten Prozesse das ideale Testumfeld, um zukunftsträchtige Technologien zu erproben. Die sichere Integration von autonomen Lkw in die Terminalprozesse ist allerdings eine große Herausforderung, denn dabei durchmischen sich autonome und klassische Verkehre. Mit Hamburg Truck Pilot konnten wir zeigen, dass diese Anwendung in der Praxis möglich und erfolgsversprechend ist.“

Lkw rangiert selbstständig

Sein Partner bei MAN war Sebastian Völl, Projektleiter bei MAN Truck & Bus: „Hamburg Truck Pilot war für uns ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zum autonomen Fahren. Als unser Prototyp zum ersten Mal selbstständig in eine Blocklagerspur rangiert ist, da haben wir gesehen: Es funktioniert, wir können die hohen Genauigkeitsanforderungen halten. Und auch das Fahren über das Terminalgelände mit vielen anderen manuell gesteuerten Lkw haben Sensorik, Umfelderkennung und Automatisierungssysteme im Zusammenspiel perfekt gemeistert.“

Neben dem Hafengelände sammelten die Partner demnach - mit Blick auf das autonome Fahren zwischen verschiedenen Logistik-Knotenpunkten im Hub-to-Hub-Verkehr - auf den Zubringerfahrten A7 zwischen dem Weets Container Terminal Soltau und dem 70 Kilometer entfernten HHLA-Gelände wertvolle Daten.

Nach eigenen Angaben plant MAN sukzessiv weitere Kooperationsprojekte, um die Automatisierung voranzutreiben. Ab Mitte des Jahrzehnts seien erste Anwendungstests von selbstfahrenden MAN-Lkw, integriert in Betriebsabläufe von Kundenunternehmen, denkbar. Ziel sei es von 2030 an, autonom fahrende Lkw als Serienlösungen realisieren zu können.

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