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Praxistests von Starship Technologies

Hermes nutzt den Roboter als Zusteller

Foto: Starship

Der Hersteller von Lieferrobotern Starship Technologies startet in die Praxisphase. Pilotkunden hat das Unternehmen in Großbritannien, Deutschland und der Schweiz gefunden. Mit von der Partie sind unter anderem der Kep-Dienstleister Hermes sowie der Handelskonzern Metro.

Bei den Robotern handelt es sich um Fahrzeuge mit sechs Rädern. Sie sind elektrisch betrieben, 50 Zentimeter hoch und 70 Zentimeter lang  und bewegen sich im Schritttempo. Dabei können sie Sendungen bis zu einem Gewicht von zu 15 Kilogramm auf eine Entfernung von fünf Kilometern befördern.

Während der Zustellung erfasst das Fahrzeug seine Umgebung mit neun Kameras. Ein erster Pilottest von Hermes und Starship Technologies startet in diesem Sommer. Verschiedene, bereits laufende Feldtests der Zustellroboter in London, Tallinn (Estland) sowie in den USA verliefen erfolgreich und ohne Zwischenfälle, heißt es dazu seitens Hermes.

Eingesetzt wurden die Roboter dabei unter anderem für Lebensmittellieferungen.
Noch stehen auch in Deutschland erst einmal Testlieferungen auf der Agenda. Dutzende von Robotern sollen in fünf bis sechs Städten eingesetzt werden. Beginnend mit London, Bern, Düsseldorf sowie einer anderen deutschen Stadt. Im Anschluss sollen weitere europäische Städte folgen.

Die Sendungen im Roboter sind mehrfach gesichert

Die Sendungen im Transportfach sind übrigens gleich mehrfach gesichert: per Sicherheitsschloss, Überwachungskamera und PIN-Code-Abfrage. Versucht jemand, das Transportfach gewaltsam zu öffnen, löst der Roboter Alarm aus und verständigt einen Operator. Dank konstantem GPS-Signal kann Hermes die Position des Fahrzeugs jederzeit einsehen.

Wurden die Roboter in den vorherigen Test noch von Menschen gesteuert, ist das Ziel natürlich ein anderes. Die Starship-Roboter sollen autonom unterwegs sein. Ein Operator soll später einmal 100 Roboter überwachen, so die Vision. Damit würde laut Starship Technologies eine Zustellung nur noch rund einen US-Dollar kosten. Los geht es dann von einer Art Roboter-Hub – also beispielsweise einem Hermes Paketshop. Die Kommunikation zwischen Roboter und Kunde wird später per Smartphone-App erfolgen. Die Zustellung erfolgt dann bis zur Haustür.

Starship-Chef Ahti Heinla ist der Erfinder von Skype

"Hermes ist offen für neue Ideen, sehr beweglich am Markt und möchte ebenso wie wir die Entwicklung innovativer Zustellkonzepte vorantreiben. Als europaweit erster Logistikpartner von Starship passt Hermes deshalb ideal zu unserer Vision", sagt Ahti Heinla, CEO und Chefentwickler von Starship Technologies, der auch der Erfinder des Instant-Messaging-Diensts Skype war.

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