Schließen

Plattformökonomie für die Zukunft

Silicon Economy für die Logistik

Foto: Jakub Jirsak - Fotolia, Osconomy/TTstudio - Fotolia

Keine Plattform, kein Geschäft: Welche Chancen die Silicon Economy für die Logistik bietet, zeigte eine Session des Fraunhofer Instituts IML auf der Transport Logistic Online.

Digitalisierung ändert die Welt und insbesondere die Logistik – Plattformökonomie ist ein oft genannter Term dabei. Was es damit auf sich hat, darüber informierte das Dortmunder Fraunhofer Institut IML bei der Transport Logjstic Online in der Fachsequenz „Silicon Economy – Keine Plattform, kein Geschäft“. Dabei präsentierten Mitarbeiter des Fraunhofer IML aktuelle Open Source-Projekte für verschiedene Anwendungsgebiete in der Logistik – für den Palettentausch bis hin zum Thema Internet der Dinge.

Kolllaborativer Ansatz schafft Nutzen für alle

Dr. Michael Schmidt, Strategieentwicklung Silicon Economy Projekt und Chief Scientist des Fraunhofer IML, informierte über das Thema Silicon Economy, die Sammlung verschiedener Funktionalitäten, und das Ziel, mit einem offenen Standard und dem kollaborativen Ansatz von Unternehmen und Wissenschaftlichen Nutzen für alle zu schaffen. Dabei gebe es verschiedene Rollen in einer Plattformökonomie: als Betreiber, als Nutzer und als Komplementär, der Güter und Dienstleistungen anbietet und damit die Plattform des Betreibers aufwertet.

Welche Plattformprojekte möglich sind, verdeutlichten anschließend die Beispiele des Fraunhofer IML und dreier Mitarbeiter, die gleichzeitig als Product Owner der Lösungen agieren:

KI-basierter ETA-Service

Alex Rotgang stellte einen KI-basierten ETA-Service vor, der vor allem den Verkehrsträgern Schiene und Wasserstraße zu mehr Volumen verhelfen könnten, indem er die Transportplanung einfacher macht. Die Besonderheit ist, dass die Entwickler dafür öffentliche Datenbanken nutzen, die Daten etwa zu den Transportzeiten aufbereiten und daraus abgeleitet mehrere kleinere Service entwickelt haben, die auf der Plattform als modulares Angebot angeboten werde, die einzeln für sich genutzt oder für die Ableitung neuer Dienste genutzt werden können, darunter eine Wetterberechnung, Geocoder für die Ermittlung Standortdaten, Routenservice

Open Source für Palettentausch

Patrick Becker stellte eine Open Source-Lösung für den digitalen Ladungsträgertausch vor, die über eine App für Anroid/iOS arbeitet. Art der Ladungsträger und die Anzahl werden eingeben und ein QR-Code generiert, der von der Gegenseite gescannt wird – damit haben beide Seiten die gleichen Informationen. Open Source, heißt in dem Fall, dass jeder die Inhalte für seinen eigenen Bedarf anwenden kann, sich also über Schnittstellen einloggen kann oder dass auch externe Dienstleister die Daten, auswertet und sie auf eine gesonderten Plattform darstellen kann.

IoT-Device zur Temperaturüberwachung

Ein weiteres Beispiel für die Plattformökonomie ist das Thema Hardware. Fraunhofer-Mitarbeiter Sören Kerner stellte modulare Open Source IoT-Devices vor, wie einen Sensor Puck, zum Verfolgen von Ladungsträger, Überwachung von Temperaturdaten, etc. – ein „digitaler Abbilder von Prozessen“. Weitere IoT-Devices können etwa zum Einsatz in Kühlboxen zur Überwachung der Waren und als Dokument die rechtssicheren Übergabe zum Einsatz können. „Wir veröffentlichen die Ideen open source, so können Teile in der Industrie weiterentwickelt werden“, sagte Kerner.

Dass die Industrie das Angebot auch in Anspruch nimmt, machte Marvin Lamberjohann, Head of Strategic Portfolio Management, bei DB Schenker, beim anschließenden Panel deutlich. Für das Unternehmen mit seiner langen Tradition sei das Ziel, sich über die Silicon Economy mit neuen Partner zu verknüpfen, Daten auszutauschen und neue Geschäftsfelder zu entwickeln, auch über das Kerngeschäft Transport, Verpacken und Lagerung hinaus. „Open Source ist zudem ein wichtiges Vehikel, um junge Talente gewinnen sagte Lamberjohann. „Wir können entweder alles einzeln und allein machen oder mit dem Wissen von allen. Open source stellt ein Wettbewerbsvorteil dar, daher machen wir lieber den ersten Schritt, als auf andere zu warten.“

Unsere Experten
Carsten Nallinger Carsten Nallinger Lkw-Navigation
Daniel Stancke, CEO von Jobmatch.me Daniel Stancke Experte für Recruiting
Aktuelle Fragen Arbeitszeit: Anfahrt zum Stellplatz Ist die Anfahrt zum Lkw-Stellplatz Arbeitszeit? Digitacho (Nachrüstpflicht) Gibt es eine Digitaltacho-Nachrüstpflicht für alte Lkw? Ziffer 95 und Überführungsfahrten Brauche ich die Ziffer 95 für Überführungsfahrten?
DEKRA Zukunftskongress Nutzfahrzeuge
DEKRA Zukunftskongress Nutzfahrzeuge Infos + Anmeldung

Nutzfahrzeugtechnik I Digitalisierung I Letzte Meile

Betriebsstoffliste 2021
Element_Teaser_BL_2020 Mehr als 2.500 Produkteinträge

Immer auf dem neuesten Stand: Die DEKRA Betriebsstoffliste 2021

trans aktuell-Symposien 2021
trans aktuell-Symposien 2021 Infos & Anmeldung

Alle Termine, Themen und Gastgeber für 2021 auf einen Blick

Kostenloser Newsletter
eurotransport Newslettertitel Jetzt auswählen und profitieren

Maßgeschneidert: Die neuen Themen-Newsletter für Transportprofis.

Who is Who
Who is Who Nutzfahrzeuge 2019 WHO IS WHO Nutzfahrzeuge

Alle Hersteller, Zulieferer und Dienstleister für Nutzfahrzeugflotten.

eurotransport.de Shop
Web Shop Content Teaser Der Shop für die, die es bringen.

Zeitschriften, Bücher, Lkw-Modelle, Merchandising und mehr.