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PlasticRoad

Niederländer entwickeln recycelte Straße

Foto: VolkerWessels

Statt auf Beton und Teer rollt der Verkehr künftig auf Kunststoff-Segmenten. Das ist zumindest die Vision des niederländischen Konsortiums VolkerWessels.

20.07.2015 Markus Bauer

Statt Straßen mit einem herkömmlichen Unterbau über Monate aufzuschichten, will das Unternehmen komplette Module aus Kunststoff liefern. Die Basis hierfür biete Abfall-Kunststoff. Als Beispiel führt das Unternehmen die enormen Abfallmengen an, die in den Weltmeeren treiben. Als Bett für die so gefertigten Segmente genüge einfacher Sand. Die Bauteile sind hohl und sollen so Platz bieten für Kabel, Rohre und abfließendes Regenwasser. Zudem könne der Straßenbauer bereits Anforderungsschleifen, Messequipment, Anschlüsse für Laternen oder auch neue Entwicklungen wie eine Straßenheizung, leise Fahrbahnoberflächen oder piezobasierte Stromerzeuger in die Straßenabschnitte einbauen.

Eine Straße könne dank der Module innerhalb von wenigen Wochen entstehen. Zudem sei es wesentlich einfacher, die Qualität der Straßen zu überwachen, beispielsweise die Steifigkeit oder die Wirkung der Drainage. So sei die Recycling-Straße, bzw. die sogenannte PlasticRoad praktisch wartungsfrei. Zudem sei das Material unempfindlich gegenüber Wetter und Korrosion. Die Module halten laut VolkerWessels Temperaturen zwischen -40 und +80 Grad Celsius aus. Man schätze, dass sich die Lebensspanne einer Straße mit den neuartigen Modulen verdreifacht.

Noch sei die PlasticRoad nur eine Idee auf dem Papier. Im nächsten Schritt wolle man Versuchsteile bauen und im Labor dahingehend untersuchen, wie sicher die Oberfläche beispielsweise bei Nässe ist. Man suche daher Partner und Hersteller aus der Kunststoff-Industrie.

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