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Die Zukunft des Transports?

Professor Hoberg Kühne Logistics University KLU Foto: Michael Lindner

Wie werden wir in Zukunft unsere Waren transportieren? Werden intelligente Transportbehälter den Warenfluss dynamisch und autonom optimieren? Welche Geschäftsmodelle werden dabei erfolgreich sein und welche Auswirkungen wird das auf die Logistikunternehmen haben? Prof. Dr. Kai Hoberg und Prof. Dr. André Ludwig von der Kühne Logistics University über die Logistik von morgen.

10.10.2017
Wie weit ist die digitale Vernetzung der Logistikbranche nach Ihren Erkenntnissen in Deutschland tatsächlich vorangeschritten?

Prof. Dr. André Ludwig: Eine Grundvoraussetzung für die großflächige digitale Vernetzung ist ja zunächst einmal die Verfügbarkeit der entsprechenden digitalen Infrastrukturen. Ohne die entsprechenden Breitbandnetze, sei es mobil oder auch im Festnetz, sind intelligente Verkehrssysteme nicht möglich. Ob sich Geräte miteinander vernetzen, über die Cloud immer und überall auf Daten und Anwendungen zugreifen oder zur Kommunikation eingesetzt werden – ohne Netzinfrastrukturen geht nichts davon. Hier liegt Deutschland leider nur im europäischen Mittelfeld, viele Gegenden sind nur unzureichend ans Hochgeschwindigkeitsnetz angeschlossen. Da sieht es in den Benelux-Ländern oder in Skandinavien schon deutlich besser aus.

Professor Hoberg Kühne Logistics University KLU Foto: KLU
André Ludwig ist seit April 2015 Associate Professor an der Kühne Logistics University für das Fachgebiet "Computer Science in Logistics". Zuvor war er Juniorprofessor für Informationssysteme in der Logistik an der Universität Leipzig.

Darüber hinaus stellt sich die Frage, wie die Vernetzung überhaupt umgesetzt werden kann. Der Logistikmarkt ist stark fragmentiert, es gibt in Deutschland viele kleine und mittlere Transportunternehmen. Entsprechend zersplittert ist auch die IT-Systemlandschaft. Viele Unternehmen arbeiten mit klassischen Office-Programmen wie Excel und Word. Ihre Mitarbeiter telefonieren, faxen und schreiben E-Mails, sie setzen dabei auf historisch gewachsene Abläufe und Prozesse. Workflowsysteme oder professionelle Logistik-Softwaresysteme werden noch zu wenig eingesetzt. Außerdem müssen wir uns, bevor wir über die Integration von IT-Systemen reden, erst einmal die Prozesse genauer anschauen und diese gegebenenfalls neu definieren. Zusätzliche Komplexität gewinnt die Integrationsaufgabe durch immer kürzere Kontraktdauern und individuelle Kundenwünsche seitens der Verlader. Das erfordert schnelle, flexible Lösungen.

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Professor Hoberg Kühne Logistics University KLU

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Dieser Artikel stammt aus diesem Heft
lao 10 2017 Titel
Heft 10 / 2017 9. September 2017 Heftinhalt anzeigen Jetzt kaufen
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