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Panalpina steigert Konzerngewinn

Luftfracht hui, Seefracht pfui

Panalpina Boing 747 Foto: Boing

Inmitten der Übernahmespekulationen durch DSV präsentiert Panalpina die Bilanz 2018. Die bietet nicht nur Grund zur Freude.

Der Schweizer Logistikdienstleister Panalpina hat heute die Ergebnisse des Geschäftsjahrs 2018 bekannt gegeben. Das Unternehmen selbst spricht dabei von einem beschleunigten Wachstum und einem Turnaround. So nahm der Ebit laut Panalpina von 103,3 Millionen Schweizer Franken 2017 auf 118,4 Millionen Schweizer Franken im Jahr 2018 zu. Das entspricht einem Plus von 15 Prozent.

Den Konzerngewinn gibt der Logistiker mit 75,7 Millionen Schweizer Franken an (2017: 57,5 Millionen Schweizer Franken), was wiederum eine Steigerung um 32 Prozent bedeutet. Zugleich seien die Betriebskosten um drei Prozent rückläufig.

Luftfracht bricht Rekord

Die Zahlen können allerdings nicht darüber hinwegtäuschen, dass sich die einzelnen Geschäftsbereiche uneinheitlich entwickelt haben. So nahm beispielsweise das Volumen in der Luftfracht im Jahr 2018 um vier Prozent zu. „Erstmals in unserer Geschichte durchbrachen wir die Ein-Millionen-Tonnen-Grenze, was unsere Position als einer der weltweit größten Anbieter von Luftfracht weiter stärkte“, sagte Panalpina-CEO Stefan Karlen.

Seefracht in den Miesen

Für die Seefracht spricht Karlen zwar von einem Turnaround, die Sparte schließt aber erneut in den roten Zahlen ab. Insgesamt beförderte Panalpina rund zwei Prozent weniger Sendungen auf dem Seeweg. Der Verlust lag hier bei 15,1 Millionen Schweizer Franken. Das der allgemeinen Marktentwicklung zuzuschreiben, wäre allerdings falsch. Denn für den gleichen Zeitraum hat der Logistikdienstleister Kühne + Nagel, der anfänglich ebenfalls Interesse an einer Übernahme von Panalpina bekunden hatte, in dieser Sparte Zugewinne vermeldet.

Logistik ist profitabel

Von einer „einer soliden Profitabilität in der Logistik“ ist wiederum in der dritten großen Sparte die Rede. Der Bruttogewinn in der Logistik habe im Vergleich zum Vorjahr um drei Prozent auf 341,9 Millionen Schweizer Franken zugelegt. Der Ebit in Höhe von 11,9 Millionen Schweizer Franken sei wiederum ein neuer Rekord.

Positiver, aber vager Ausblick

Der Ausblick des Panalpina-Chefs fällt betont positiv aus: „Wir haben eine skalierbare operationelle Plattform und Organisation aufgebaut und sind nun auf beschleunigtes, substanzielles organisches und externes Wachstum aus“, sagte Karlen. Im laufenden Jahr will er mit einem Kundenportal punkten und eine digitalisierte Lieferkette anbieten.

Kein Wort verlor Karlen hingegen in der offiziellen Medienmitteilung über den Übernahme-Poker von Panalpina durch DSV. Die Dänen hatten ihr Angebot nochmals nachgebessert. Panalpina selbst steckt in Gesprächen mit Agility. Wobei noch nicht klar ist, ob es um eine Fusion oder eine Übernahme geht. Wie es tatsächlich weitergeht, wird wohl eine die außerordentliche Generalversammlung entscheiden. Sie soll am 5. April in Basel stattfinden.

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