Paketdienste

Beschwerdeportal floriert

GLS-Paketzusteleller Foto: GLS

Seit einem Jahr können sich Kunden auf der Website "Paket-Ärger.de" über Kep-Dienstleister beschweren. Mehr als 7.500 Fälle zählen die Betreiber bereits.

Vor einem Jahr, am 7. Dezember 2015, ging das Beschwerdeportal "Paket-Ärger.de" online. Mehr als 7.500 Beanstandungen landeten laut Julian Graf von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen seitdem auf der Website. "Normal sind zehn bis 30 Beschwerden pro Tag", berichtet der Jurist gegenüber eurotransport.de. In Verbindung mit der medialen Berichterstattung und der Vorweihnachtszeit würden die Zahlen allerdings momentan in die Höhe schnellen.

Betroffene können ihren Fall in ein Beschwerde-Formular auf der Website eintragen. Die Mitarbeiter des Portals prüfen die Meldung und leiten sie an das betroffene Unternehmen weiter. Dieses hat 14 Tage lang Zeit, dazu Stellung zu nehmen. Anschließend wird die Beschwerde auf dem Portal zusammen mit der Stellungnahme oder dem Hinweis, dass keine Stellungnahme erfolgte, veröffentlicht.

Die meisten Dienstleister reagieren auf Beschwerden

"Die meisten Dienstleister reagieren auf die Beschwerden", sagt Graf. Lediglich DPD sei seit Juli nicht zu Auskünften bereit und auch DHL stehe nur in ausgewählten Fällen zur Verfügung. Man arbeite derzeit aber schon an einer einvernehmlichen Lösung.

Die meisten Leute beschwerten sich darüber, dass ihr Paket trotz Ankündigung per App oder E-Mail nicht bei der angegebenen Adresse, sondern in der nächstgelegenen Filiale oder einem benachbarten Geschäft landete. Das sei bei etwa 45 Prozent der Fall gewesen. Bei acht Prozent sei das Paket komplett verloren gegangen.

Die Verbraucherzentralen Nordrhein-Westfalen und Thüringen betreiben die Website. Das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz finanziert sie.

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