Optare auf der Euro Bus Expo

Neue Elektro-Doppeldecker

Foto: Optare

Optare, 1985 aus Britsh Leyland hervorgegangen und seit 2011 im Mehrheitsbesitz von Ashok Leyland aus Indien, zeigte auf der Euro Bus Expo in Birmingham neue Elektrobusse mit vergrößerter Reichweite und erstmals mit rein elektrischer Heizung und Klimatisierung. Die Dieselbusse des Unternehmens werden derweil mit Allison Fuel Sense 2 auf mehr Effizienz getrimmt.

Sowohl der neue, elektrische Metrodecker, also auch der Eindecker Metrocity bieten in den EV-Versionen bis zu 150 Meilen/240 Kilometer Reichweite mit einer Batterie-Ladung. Die Hybridmodelle seiner Fahrzeuge hatte Optare erst vor einiger Zeit eingestellt beziehungsweise komplett auf Elektro umgestellt. Der Metrodecker mit nur 11 Tonnen Leergewicht (zGG: 18t), in typisch britischem Stil mit zwei Türen und zwei Achsen ausgestattet, soll bis zu 94 Passagiere befördern können. Der Eindecker mit 9 Tonnen Leergewicht kann bei einem zulässigen Gesamtgewicht von nur 13 Tonnen immerhin 60 Passagiere aufnehmen. Optare ist seit langem für seinen Leichtbau mit Aluminiumkarosserie bekannt („monocoque space frame"). Der Doppeldecker wird von der ZF AVE Elektroachse AxTrax mit 250 kW Leistung befeuert, die Eindecker leisten 220 kW in Form eines PSM-Zentralmotors. Diese Modelle sollen damit eine maximale Reichweite von bis zu 300 km haben. Ein besonderer Clou ist allen EVs von Optare zu eigen: die haben bereits einen 44 kW Lader an Bord, man kann sich also den separaten Lader in der Werkstatt oder dem Betriebshof sparen und zur Not an den heimischen Steckdose in fünf bis sechs Stunden voll aufladen. Diese sinnvolle Idee hat bisher kein anderer europäischer Hersteller so umgesetzt. Natürlich gibt es auch externe Schnellladeoptionen mit 88 kW Ladeleistung, die das bereits in drei Stunden erledigen können.

Richard Bulter, Chief Executive von Optare, sagte bei der Vorstellung auf der Messe: „Mit der Unterstützung unserer Muttergesellschaft Ashok Leyland tätigen wir weiterhin massive Investitionen in unsere Zukunft. Dies tun wir nicht nur mit neuen, innovativen Produkten, sondern auch bei unseren Produktions- und Servicestützpunkten. Die Fahrzeuge, die wir heute vorstellen, sind der Höhepunkt einer rund zehnjährigen Geschichte als Pionier in der Elektromobilität." Im Jahr 2009 stellte das Unternehmen seinen ersten elektrischen Eindecker mit einer Reichweite von 60 Meilen/100 Kilometern vor, der aber noch eine Dieselheizung besaß. „Ein elektrischer Doppeldecker war damals noch ein Traum", so Bulter weiter.

Unsichtbare Innovation

Das Aussehen der Busse hat sich gegenüber den Dieselpendants kaum geändert, und darauf sind die Briten sogar stolz: „Was wirklich die Wende ausmacht ist die Technikinnovation, die man gerade nicht sehen kann. Wir haben jetzt Elektrobusse, die den ganzen Tag bei jeder Witterung eingesetzt werden können ohne einen Kompromiss bei der Kapazität eingehen zu müssen."

Robert Drewery, Commercial Director von Optare macht hierfür die traditionelle Leichtbauweise mitverantwortlich: „Unsere Leichtbauweise mit Monocoque Rahmen erlaubt es unseren Ingenieuren, hochwertige Bauteile einzusetzen und Busse zu bauen, die weiter fahren können mit mehr Passagieren an Bord. Effizienzsteigerungen waren schon immer hoch im Kurs bei den Betreibern, aber auf dem Weg zur Null-Emission sind sie absolut unerlässlich."

So zeigte das Unternehmen neben den neuen EVs auch Solobusse der Typen Solo xFE und Versa xFE mit Dieselantrieb als erster Hersteller die serienmäßige Integration des neuen Allison Kraftstoffsparkonzepts FuelSense 2.0, das bedeutende Einsparungen bis zu sechs Prozent bieten soll und in drei Softwarepakten seit April 2018 angeboten wird. Die jährlichen Einsparungen bei 50.000 Meilen / 80.000 Kilometern errechnet Optare dabei mit rund 1.600 Euro im Vergleich zu den bisherigen Euro 6-Fahrzeugen.

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