Nikola baut E-Trucks mit Mega-Akku

Zweites Standbein neben Brennstoffzellen-Lkw

Nikola Foto: Nikola 23 Bilder

Nikola, Pionier auf dem Gebiet der Brennstoffzellen-Lkw, will Tesla und Co. auch bei den batterieelektrischen Lkw nicht das Feld überlassen.

Spätestens seit Trump ist klar: wichtige Neuigkeiten und Entscheidungen werden in den USA gerne per Twitter verkündet. Den Kanal nutzte auch jüngst der Konzern Nikola, um seinen Strategiewechsel zu verkünden. Bisher war das Unternehmen vor allem bei Wasserstoff-betriebenen Lkw vorgeprescht. Los ging es mit dem mächtigen One und dem etwas kleineren Two, zugeschnitten auf den US-Markt. Mit dem Frontlenker Tre will Nikola auch die europäische Lkw-Zukunft mitgestalten.

Nun hat das Unternehmen per Tweet bekanntgegeben, dass der CEO auf der Veranstaltung Nikola World Mitte April verkünden wird, dass Nikola auch rein batterieelektrische Lkw bauen will. Während der One nach wie vor ein reines Brennstoffzellen-Raumschiff bleibt, will der Lkw-Bauer die kleineren Two und Tre zusätzlich mit Mega-Batterien anbieten. Die Akkus fassen laut Nikola wahlweise 500, 750 oder 1.000 kWh.

Der eActros von Daimler schöpft aus einer 240 kWh fassenden Batterie rund 200 Kilometer Reichweite. Wie weit ein Nikola Tre mit der vierfachen Kapazität kommt, wird Nikola wohl erst auf der Nikola World enthüllen. Im Tweet gliedert Nikola die beiden Antriebssysteme immerhin in „Wasserstoff Langstrecke, Batterie Kurzstrecke“.

In einem weiteren Tweet stellt Nikola klar, dass dies keineswegs eine Abkehr von der Wasserstoff-Technik bedeute. „Nikola mustert den Wasserstoff überhaupt nicht aus, wir werden 50:1 mehr Wasserstoff-Bestellungen bekommen, doch in manchen Fällen funktioniert der batterieelektrische Antrieb großartig.“ Einer der Vorteile der Brennstoffzellentechnik sei das Gewicht. „H2 ist 5.000 Pfund (knapp 2,3 Tonnen) leichter als BEV“. Gleichzeitig sei diese Antriebsart trotz der Wasserstoffkosten auf der Langstrecke billiger als der Strom aus der Batterie. Batterieelektrische Antriebe eignen sich demnach für Innenstädte und Transporte, die nicht so nutzlastsensibel sind.

Gerade Tesla sollte sich also warm anziehen. Denn mit den beiden Antriebstechnologien bietet Nikola gerade für Unternehmen, die sich vom Diesel verabschieden wollen, aber heterogene Routen bedienen, auf Lang- und Kurzstrecke das passende Auto aus einer Hand.

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