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Neues Angebot bei Elvis

Lösung für Langes

Elvis-Lkw Foto: ELVIS AG

Jochen Eschborn und Nikolja Grabowski vom Ladungsverbund Elvis über neue Angebote und Services - etwa eine Lösung für Langgut.

Die zunehmende Nachfrage nach systemischen Teilladungen und auch die wachsenden Mengen an Langgut im B2C-Geschäft böten Chancen für das Teil- und Komplettladungsnetzwerk Elvis, sagte Elvis-Vorstand Jochen Eschborn bei einem Redaktionsgespräch in Stuttgart. Mit dem Angebot für Langgut kommt der Verbund demnach den zunehmenden Anforderungen von Anbietern wie etwa DIY- und Baumärkten nach, die bei der Zustellung von Langgut an den Endkunden auf dem Stückgutmarkt keine passenden Angebote finden.

Lösung für die Entladung

Die Versender würden laut Elvis diese Güter zunehmend als „Problemgut“ empfinden. Zum einen, weil Güter bis zu einer Länge von 6,5 Metern nicht mehr in den standardisierten Umschlag der Stückgutnetzwerke passen, zum anderen, weil mit dem traditionellen Nahverkehrs-Lkw das Abladen von Langgut bei Privatempfängern über die Hebebühne einfach nicht schadenfrei möglich ist.

Elvis will diese Lücke füllen und hat für das Problem der Entladung eine eigene Lösung gesucht und gefunden: einen sich selbst entladenden Hubwagen in einer speziellen Elvis-Modifikation, der palettierte Güter bis zu einem Gewicht von einer Tonne tragen kann. Güter wie Markisen oder Schwimmbadabdeckungen können so einfach seitlich entladen werden. Damit auf dem Weg zum Kunden alles glattläuft, wird der selbst entladende Hubwagen im Einsatz bei den Elvis-Partnern mit größeren Rädern ausgestattet, um etwa auch Unebenheiten meistern zu können. Für die Zustellung plant Elvis eine Zentralavisierung: Das Netzwerk erhält nach dem Zahlungseingang für den Auftrag die Kontaktdaten des Kunden und bietet Zustelltermine an, die dann vom Partner vor Ort und vom Kunden bestätigt werden müssen.

Boom bei Teilladungen

Auch im Teilladungsverkehr profitiert Elvis davon, dass viele Stückgutnetzwerke inzwischen aus Effizienz- und Kostengründen genauer auf ihre Begrenzungen in Bezug auf Ladungsgröße und Menge achten. Eschborn spricht daher gar von einem Boom im Teilladungssegment von Elvis.

„Der Stückgutmarkt hat immer auch nicht systemkonforme Sendungen mitgeschleppt, die die Spediteure mit zusätzlichen Kosten belastet haben“, sagt Elvis-Chef Eschborn, „Jetzt ist auch bei den Netzwerken ein Trend zu standardisierten Sendungsgrößen festzustellen, wie es die Großen der Branche bereits seit Langem praktizieren.“ Für systemische Teilladungen wird dafür verstärkt das Netzwerk von Elvis bemüht. Die Konsequenz ist, dass die Kapazitäten am Hub in Knüllwald, den rund 120 Partner mit insgesamt 150 Lkw pro Nacht ansteuern, aufgestockt werden muss. „Wir werden die Kapazitäten verdoppeln“, sagt Elvis-Chef Eschborn.

Davon würde auch die geplante internationale Expansion profitieren: Laut Eschborn könnten dann aus dem Ausland kommende Lkw ihre Teilladungen in Knüllwald in das deutsche Netz einspeisen – „mit Kreditkarte bezahlen und die Sendung dalassen“, so die Vision des Vorstands.

Auch den Boom des Outsourcing- und Kontraktlogistikgeschäfts nutzen die Elvis-Mitglieder. In der Kontraktlogistik würden Umsatzrenditen von bis zu 7 Prozent winken, was für die üblichen 1 bis 1,5 Prozent Marge, mit denen sich viele Transportdienstleister zufriedengeben, ein schönes Plus sei. Den Trend unterstützt der Verbund daher mit einer eigenen Warehouse-Sparte.

Unsicherheit bei den Unternehmen

Gute Geschäfte also allenthalben – allerdings machen Jochen Eschborn und Nikolja Grabowski, Leiter der politischen Kommunikation bei Elvis, derzeit eine Unsicherheit bei den Unternehmen aus. „Als würde ein Unwetter aufziehen“, sagt Eschborn. „Die Branche muss sich mit vielen Themen beschäftigen, vom Personalmangel über einen drohenden Anstieg der Dieselsteuern bis hin zur Digitalisierung und allgemein zum rasanten Tempo der Veränderungen“, sagt Nikolja Grabowski, „das ist für viele Unternehmen schwer in Verbindung mit ihrem Alltagsgeschäft zu bringen. Denn gleichzeitig läuft das Geschäft, und durch die Preisanpassungen der jüngeren Vergangenheit verzeichnen die meisten auch durchweg gute Ergebnisse.“

Deswegen verantwortet Grabowski das neue Informationsangebot des Netzwerkes aus Alzenau. „Es war der Wunsch der Mitglieder nach mehr Orientierung, nach Informationen darüber, welche Konsequenzen bestimmte Entwicklungen für sie haben“, sagt er – gemessen am hohen Informationsbedarf hätten die meisten Unternehmer im Tagesgeschäft zu wenig Zeit, sich die Kenntnisse über das aktuelle Geschehen zu beschaffen. Das Informationsangebot umfasse daher neben einem Pressespiegel mit Fokus auf die Branche auch die nähere Erläuterung einzelner Themen. Welche wirtschaftlichen Auswirkungen politische Entscheidungen bei den Mitgliedern haben, spiegelt Grabowski auch in die Politik zurück.

LNG-Tankstelle geplant

Grabowski ist eingebunden in den Planungsprozess rund um die geplante LNG-Tankstelle in der Nähe des Hubs in Knüllwald, bei dem neben dem Tankstellenanbieter mit der Gemeinde verhandelt werden musste. „Die Förderanträge laufen, und das Genehmigungsverfahren sollte bis Jahresende geklärt sein.“

Ihren Platz findet die Tankstelle auf dem Autohof von Hoyer. Ein Tankwart nimmt den Fahrern die Arbeit ab, somit entfällt laut Grabowski der Schulungsbedarf für die Fahrer. „LNG ist für unsere Hubverkehre eine gute Lösung, weil die Entfernung der Touren planbar ist und alle in der Nacht den Hub anfahren“, sagt Eschborn. Dort übernehmen sie dann jeweils ein bereits betanktes Fahrzeug.

Neue Services

  • Warehouse: 1,4 Millionen Quadratmeter Lagerfläche an 280 Standorten bieten die Elvis-Mitglieder im Verbund an und kommen damit dem Trend zum Outsourcing und zur Lager- und Kontraktlogistik nach. In der neuen Sparte „ware.house“ sollen sich die Mitglieder, die Lagerlogistik im Portfolio haben, zunächst hinsichtlich spezieller Konzepte, Regelungen und Schwierigkeiten austauschen und informieren können. Ziel für die Zukunft ist, das Angebot den Verladern zentral zu offerieren.
  • Consulting: Fehlende Transparenz schafft Unsicherheit – Elvis bietet seinen Mitgliedern deshalb jetzt auch eine Logistikberatung an, bei der es etwa um betriebswirtschaftliche Kennzahlen und um Controlling geht.
  • Blue.net: Das neue Online-Kommunikationsportal von Elvis bietet den Mitgliedern ähnlich aktuelle Informationen und die Möglichkeit, sich in verschiedenen Gruppen am Austausch untereinander zu beteiligen, frei nach der Devise „pull statt push“. Dabei will Elvis laut Eschborn neben den Geschäftsführern gezielt auch die anderen Mitarbeiter der Mitgliedsunternehmen ansprechen, etwa Speditionsleiter und Disponenten.
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