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Neue Geschäftsmodelle entwickeln

Cargoline launcht Cargo Digital World

Foto: Cargoline

Die Stückgutkooperation Cargoline hat mit der Cargo Digital World (CDW) eine eigene Plattform für digitale Logistiklösungen entwickelt.

Unter dem Dach der CDW sollen künftig nicht nur die bereits bestehenden digitalen Töchter Cargoboard, Cargo Cast und Cargo Native gebündelt, sondern darüber hinaus neue Start-ups entwickelt und zur Marktreife gebracht werden.

Dr. Tim Brühn leitet CDW

Den Start von CDW verkündeten die Macher sozusagen in der Keimzelle aller digitalen Entwicklungen der Cargoline: der Garage 33, dem Gründungszentrum der Uni Paderborn. In einer virtuellen Konferenz informierten Jörn Peter Struck, Geschäftsführer von Cargoline sowie Spediteur Bernd Schäflein als Mitglied des Beirats zusammen mit Dr. Tim Brühn über die neue Gesellschaft.

Brühn, der in seiner Funktion als Head of Corporate Entrepreneurship der Garage 33 bereits in den vergangenen Jahren mit Cargoline zusammengearbeitet und die Entwicklung der bestehenden Cargoline-Start-ups beeinflusst hat, soll als neuer Vorstand der CDW die Entwicklung weiterer digitaler Lösungen maßgeblich vorantreiben.

Wachstumschancen nutzen

Denn die Mittelstandskooperation, die 2020 rund 13,2 Millionen Sendungen in ihrem Netzwerk bewegte und über die Gesellschafter und Franchisenehmer 7.450 Mitarbeiter hat, will laut Struck auch weiterhin Architekt der Logistik sein – und dabei mit der Entwicklung des Marktes mithalten und entsprechende Wachstumschancen nutzen. „Wichtig ist uns dabei, die Kundenbeziehungen nicht aus der Hand zu geben“, sagte Struck, eine Gefahr, die bei der Zusammenarbeit mit digitalen Plattformen sehr real sei.

Über die eigene Plattform können die Partner sich ihrer Kundenbeziehungen sicher sein, zudem erhalten sie Zugang zu einem Markt von Lösungen, die sie allein als Mittelständler nicht auf die Beine stellen könnten, sagte Struck.

Wie erfolgreich die Cargoline ihr Potenzial in den eigenen Reihen schon gehoben hat, zeigte Bernd Schäflein, der Aufsichtsratsvorsitzender der neuen CDW, auf. Auch das Geschäftsmodell für Cargoboard entstand demnach aus disruptiven Workshops zusammen mit der Uni Paderborn und den eigenen Mitarbeitern. Dieses wurde weiterentwickelt, 2018 vor den Cargoline-Gesellschafter erfolgreich gepitcht und schließlich 2019 als Start-up gegründet.

Neue Standards setzen

„Junge Gründer und erfahrene Praktiker bilden dabei eine Symbiose aus Kenntnissen und Engagement“, erklärte Schäflein den Prozess. Durch die Kollaboration der verschiedenen Partner entstünden so richtige Logistikketten, die laut Schäflein die Logistikinteressen aller Cargoline-Unternehmen abbilden und zudem alle Kundenanforderungen bedienen.

„CDW wird bei der Entwicklung von Lösungen neue Standards hinsichtlich Kundenzentrierung, Transparenz, Effizienz und Nachhaltigkeit setzen“, sagte Dr. Tim Brühn. Dabei fungiere CDW als Scout, Investor und Company Builder: Über den Kontakt mit Universitäten und Hochschulen will CDW junge Gründer und Start-ups mit zukunftsfähigen digitalen Geschäftsideen für die Logistik finden und bei der Entwicklung ihrer Ideen begleiten.

Erfahrene Logistiker unterstützen Gründer

Unterstützung erhalten sie dabei von den etablierten Logistikern von Cargoline, die ihr operatives Wissen im Rahmen der CDW teilen. „Wir werden Prototypen bauen und die Geschäftsmodelle mit Kunden testen, um sicherzustellen, dass die Ideen attraktiv, umsetzbar und nachhaltig erfolgreich sind“, sagte Brühn.

Vor einem CDW-Investmentboard, das mit entsprechenden Venture-Kapital ausgestattet ist, wird das Modell zunächst in einem Pitch vorgestellt, erst dann fällt die Entscheidung für ein Projekt, das anschließend bis zur Marktreife weiterentwickelt und danach skaliert wird. Laut Brühn befinden sich derzeit bereits zwei weitere Projekte in der Evaluationsphase. Ziel sei es, drei bis vier weiter Geschäftsmodelle pro Jahr unter dem Dach der CDW auszugründen.

Investoren und Kooperationspartner willkommen

Sämtliche Anteile der CDW sind derzeit in der Hand von Cargoline sowie ihren Gesellschafter- und Partnerunternehmen. Laut Struck ist man aber auch für strategische Investoren sowie Kooperationspartnerschaften mit anderen Unternehmen offen, wenn die Leistungsausrichtung Sinn macht und „es nicht zum Schaden der Cargoline-Partner ist“, sagte Struck.

Cargo Digital World

Die drei Start-ups, die bereits jetzt unter dem Dach von CDW zu finden sind:

  • Cargoboard: im April 2019 als digitale Spedition für europaweite Stückguttransporte gegründet
  • Cargo Native: die Vermittlungsplattform für Teilladungen verbindet intelligent Aufträge und Laderaumkapazitäten
  • Cargo Cast: mittels Künstlicher Intelligenz und Predictive Analytics werden Sendungsvorhersagen für Entscheider getroffen, um Ressourcen besser planen zu können

Wer sich beteiligen wolle, müsse nicht nur finanziell, sondern vor allem Zeit und Know-how investieren und ein gewisses Volumen mitbringen, damit gemeinsam nachhaltige und zukunftsfähige Lösungen für den Logistikmarkt entstehen, sagte Cargoline-Chef Struck.

Foto: Frank Elschner / CargoLine
Unterstützen Gründer: Jörn Peter Struck, Vorsitzender der Cargoline-Geschäftsführung, Dr. Tim Brühn, Vorstandsvorsitzender von Cargo Digital World, Bernd Schäflein, Mitglied des Beirats der Cargoline und Aufsichtsratsvorsitzender der Cargo Digital World (von links).
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