Neue Ausrichtung

Mahle will Werke verkaufen

Foto: Mahle

Der Zulieferer Mahle prüft im Rahmen seiner künftigen strategischen Ausrichtung der Geschäftsbereiche Motoren und -komponenten die Veräußerung seiner Schmiedewerke. 

Die Schmiedeaktivitäten konzentrieren sich unter anderem auf die Werke der Mahle Motorenkomponenten GmbH Plettenberg in Nordrhein-Westfalen und Roßwein in Sachsen. In diesen beiden Standorten läuft vor allem die Entwicklung und Produktion von stahlgeschmiedeten Rohteilen für Pleuelstangen und Ausgleichswellen. Eine Herstellung derartiger Rohteile stehe für Mahle nicht mehr im strategischen Fokus. Bereits in den kommenden Monaten sollen Gespräche mit etwaigen Investoren aufgenommen werden.

Rohteile stehen nicht mehr im Fokus

Im Werk Plettenberg seien zum 30.04. dieses Jahres 502 Mitarbeiter und in Roßwein seien 124 Beschäftigte für Mahle tätig gewesen. Entlassungen haben die Mahle-Mitarbeiter bei einem Verkauf nicht zu befürchten. Für die Beschäftigten gilt auch dann eine zwischen dem Betriebsrat und dem Mahle-Konzern in Deutschland geschlossene Beschäftigungssicherung, die betriebsbedingte Beendigungskündigungen bis Ende 2019 ausschließe. Zu den Hintergründen dieser Maßnahmen, erklärte ein Mahle-Sprecher, eine Herstellung derartiger Rohteile stehe für Mahle nicht mehr im strategischen Fokus. Daher werde nun die Veräußerung dieser Aktivitäten in Deutschland geprüft. 

Konzentration auf das Automotive-Kerngeschäft

Um sich weiter auf das Automotive-Kerngeschäft zu konzentrieren, steht auch der Verkauf der weltweiten Sparte Industriefiltration, zu dem das Mahle-Werk in Öhringen bei Heilbronn gehört, auf dem Prüfstand. Weltweit wären hiervon insgesamt 885 Beschäftigte und in Öhringen 416 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter betroffen. Für die am Standort im Bereich Automotive tätigen 386 Mitarbeiter haben laut Mahle diese Pläne keine Auswirkungen. Auch eine Stilllegung des Mahle Automotive-Bereichs sei nicht geplant.

Schritt für Schritt neu justiert

Bereits in den vergangenen Jahren hat Mahle seine Geschäftsaktivitäten Schritt für Schritt neu justiert und zunehmenden auf die Bereiche Klimatisierung, Thermomanagement und elektrifizierte Nebenaggregate unter anderem durch Zukäufe von Behr, der Klimasparte des US-Zulieferers Delphi oder der japanischen Elektromotor-Firma Kokusan Denki neu ausgerichtet.

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