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Nachhaltigkeit wird Bedingung

VW verpflichtet Lieferanten

Autobahnschild "Nachhaltigkeit - Nächste Ausfahrt" Foto: Ben Chams - Fotolia

VW prüft Lieferanten ab sofort in Sachen Umweltschutz, Menschenrechte und Korruption. Kontrollen vor Ort sind nicht ausgeschlossen.

Ab sofort führt der Volkswagen-Konzern eine weltweite Nachhaltigkeitsprüfung für seine Lieferanten ein. Mit diesem Sustainability Rating prüft der Fahrzeughersteller, ob sich seine Geschäftspartner im Hinblick auf Risiken bei Menschenrechten, Umweltschutz und Korruption nachhaltig verhalten. Dr. Stefan Sommer, Vorstand für Komponente und Beschaffung sagt: „Wir sind davon überzeugt, dass ein nachhaltiges Lieferantennetzwerk ein Garant für langfristigen Unternehmenserfolg ist.“ Nachhaltigkeit werde zum entscheidenden Geschäftsfaktor.

Zulieferer müssen nach Angaben des Konzerns zunächst auf Basis eines Fragebogens und mitzuliefernden Dokumenten eine Selbsteinschätzung zu ihrem Nachhaltigkeitsverhalten abgeben. Konkret geht es dabei im neuen „Code of Conduct für Geschäftspartner“ um die Achtung der Menschenrechte, die Einhaltung von Arbeits- und Gesundheitsschutz, den Umweltschutz und die Korruptionsbekämpfung. „Qualifizierte Dritte“ würden laut Aussage von VW die Angaben und Dokumente prüfen – bei Zweifeln kündigt der Konzern gar Kontrollen vor Ort an. Verfehlungen würden zum Ausschluss von der Auftragsvergabe führen.

Lieferketten seien oft tief gestaffelt, teilt das Unternehmen mit, und begründet sein Vorgehen. „Wir sind uns unserer Verantwortung für die weiteren Schritte der Lieferkette bewusst“, argumentiert Hiltrud D. Werner, Vorständin für Integrität und Recht. Die Einforderung von Nachhaltigkeitsstandards und Integrität sei aber tatsächlich nur bei direkten Vertragspartnern möglich. „Diesen Hebel nutzen wir in der Lieferkette prioritär, indem wir von unseren Vertragspartnern fordern, unsere Anforderungen wiederum an ihre Partner weiterzugeben.“

Fast ein Jahr habe VW seine Geschäftspartner vorbereitet, das Sustainability Rating wird schrittweise in den Marken und Regionen eingeführt. Vorgesehen sei nach Angaben des Unternehmens auch, in der Zukunft die CO2-Emissionen in der Lieferkette im Vergabeprozess auszuweiten.

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