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Moon Nachtexpress stoppt Geschäftsbetrieb

Investoren-Gelder stehen aus

Foto: Fotolia/Ingo Bartussek, Fotolia/Frank Peters, Montage: Oswin Zebrowski

Versprochene Gelder eines Investors fließen nicht, Nachtexpress-Unternehmen Moon spricht von millionenschwerem Betrug.

Das Kölner Nachtexpress-Unternehmen Moon hat seinen Geschäftsbetrieb eingestellt. Vorstand Georg Kierdorf sieht sich und sein Unternehmen als Opfer eines millionenschweren Betrugs, nachdem ein neuer Investor gesucht und auch gefunden worden sei.

Nach Aussage von Georg Kierdorf gegenüber eurotransport.de würden nun die Personen, die das versprochene Risikodarlehen kassiert hätten, wegen gemeinschaftlichen bandenmäßigen Betrugs per Haftbefehl gesucht, eine Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Köln habe das Unternehmen erstattet. Die Staatsanwaltschaft Köln antwortet auf Anfrage der Redaktion, „dass das beschriebene Verfahren dem Grunde nach hier anhängig ist.“ Aus ermittlungstaktischen Gründen könnten aber keine Angaben zu den Beschuldigten und dem genauen Inhalt des Verfahrens gemacht werden. Auch Angaben zum Bestehen oder Nichtbestehen eines Haftbefehls seien nicht möglich.

Die Brüder Georg und Joachim Kierdorf – beide sind Moon-Vorstände – haben „in den vergangenen Monaten alle verfügbare Liquidität sowie Sicherheiten in Millionenhöhe in das Unternehmen gesteckt“. Und trotzdem habe es am Ende nicht gereicht. Die Offenheit des Unternehmens in dieser Sache begründet Georg Kierdorf mit: „Wenn so etwas passiert ist, ist es besser, eine strukturierte Mitteilung herauszugeben, statt dass sich Gerüchte am Markt verbreiten lassen.“ Moon sei schließlich kein unbekanntes Unternehmen im Bereich Nachtexpress gewesen.

Zum 12. April wurde der Geschäftsbetrieb vollständig eingestellt, Georg Kierdorf teilt mit: „Natürlich sind wir bemüht, trotzdem alle noch zu erledigenden Tätigkeiten mit größter Sorgfalt abzuwickeln.“

2018 wurde das Unternehmen gegründet, Anfang 2019 gingen Niederlassungen in Hamburg, Köln, Würzburg und Augsburg an den Start. Zuletzt hatte das Unternehmen nach eigenen Angaben zehn Niederlassungen, rund 120 Mitarbeiter und 250 Fahrzeuge. Geplant war, bis zum Jahr 2022 insgesamt 25 Niederlassungen zu betreiben.

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