Mit Strom aus Wasserkraft

Irizar E-Busse für Schaffhausen

Foto: Irizar

Irizar weitet seine elektromobilen Aktivitäten nun auch in die Schweiz aus. Mit der Stadt Schaffhausen wurde ein weiterer Vertrag über die Lieferung von 15 E-Stadtbussen einschließlich der Ladeinfrastruktur unterzeichnet.

Der Hersteller Irizar, der erst vor einem Jahr ein neues Werk für Elektromobilität aller Arten eröffnet hat, hat nun den Zuschlag der öffentlichen Ausschreibung für die Lieferung der ersten Linie mit elektrischen Niederflurbussen für die Schweizer Stadt Schaffhausen erhalten. Der Vertrag umfasst insgesamt 15 elektrische Fahrzeuge vom Typ Irizar ie tram (sieben Solobusse mit 12 Metern Länge und acht Gelenkbusse mit 18 Metern Länge), zwölf Schnellladestationen und 16 Ladestationen im Betriebshof.

Es handelt sich um ein Vorzeigeprojekt, das zum Ziel hat, den öffentlichen Verkehr der Stadt zu elektrifizieren. So ist eine zweite Phase von 2022 bis 2027 geplant, in der die Anzahl der Fahrzeuge auf 47, die der Schnellladestationen auf 20 und die der Ladestationen am Fahrzeugpark auf 51 erhöht werden soll. Das Projekt ist auch deswegen einzigartig, weil die benötigte Energie für die Ladestationen mit einem lokalen Wasserkraftwerk am Rhein gewonnen wird und so dem Idealbild der Betreibung von E-Fahrzeugen mit Energie aus rein regenerativen Quellen sehr nahe kommt.

Viele Bauteile aus nur einer Hand

Die leisen Busse mit Alconza-Zentralmotoren sind überwiegend mit Technologien der Irizar-Gruppe und ihrer sieben Submarken ausgestattet, wozu unter anderem die Antriebselektronik und die Lithium-Ionen-Batterie gehört. Auch die Bauteile für die Infrastruktur werden im neuen Werk montiert, das mit erheblichen Subventionen des Baskenlandes errichtet wurde, da man sich hier die Elektromobilität seit langem auf die Fahnen geschrieben hat.

Aufgrund des aktuellen Zuschlags hat vor kurzem die Präsentation des Irizar ie tram in Schaffhausen offiziell stattgefunden. Stadtrat Daniel Preisig und der Geschäftsführer der VBSH – Bruno Schweiger – waren anwesend und nahmen den ersten Vorführer in Augenschein. Außerdem haben Ueli Stückelberger, Direktor des Schweizer Verbands für öffentlichen Verkehr, Christoph Schärrer, Delegierter für Wirtschaftsförderung von Schaffhausen und Hector Olabegogeaskoetxea, Geschäftsführer von Irizar e-mobility, teilgenommen.

Irizar vertreibt seine Elektrobusse in Deutschland, Schweiz und Österreich ausschließlich über "Ferrostaal Equipment Solutions", eine ehemalige MAN-Tochter mit Sitz in Essen. Die Mannschaft dort kümmert sich um den Vertrieb und Kundendienstleistungen für elektrische Stadtbusse und die Ladeinfrastruktur.

Gelegenheitsladung mit bis zu 600 kW

Irizar-Projektleiter Nathan Hueber hebt hervor, dass Irizar e-mobility nicht nur ein Zulieferer, sondern "ein gesamthafter Partner für das umfassende Projekt ist. Für die VBSH Schaffhausen ist es wichtig, einen einzigen Ansprechpartner für alle Aspekte des Projekts und somit ein Generalunternehmen zu haben." Viele kleinere Bushersteller haben sich für diesen Weg der Systemintegration entschieden, um den Betreibern schlüsselfertige Systeme liefern zu können.

Hector Olabegogeaskoetxea, Geschäftsführer von Irizar e-mobility, erklärt dazu: "Dieses Projekt ist einzigartig in der Schweiz und in Europa. Wir werden zwölf Schnellladestationen mit 600 kW in einer der Hauptstraßen der Stadt installieren, bei denen die Aufladung ausschließlich mit grüner Energie erfolgt, die durch den Rhein, der Schaffhausen durchfließt, erzeugt wird." In der Tat ist eine Ladeleistung von 600 kW bisher noch ungewöhnlich im Stadtbusbereich und sollte für sehr kurze Ladzeiten sorgen.

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