Michelin auf H2-Kurs

Brennstoffzellen-Produktion geplant

Foto: Symbio

Michelin steigt in die Produktion von Brennstoffzellen ein. Gemeinsam mit Faurecia hat der Reifenhersteller schon 2019 hierfür das Joint-Venture Symbio gegründet. Das Ziel: ein Weltmarktführer für Wasserstoffmobilität zu werden.

Bereits 2019 hat der Reifenhersteller Michelin gemeinsam mit dem Automobilzulieferer Faurecia 140 Millionen Euro in das Wasserstoff-Joint-Venture Symbio investiert. Jetzt stehen erste Eckpunkte: Im nächsten Jahr soll demnach in Saint-Fons bei Lyon der Grundstein für eine der größten Brennstoffzellen-Produktionen in Europa gelegt werden. Mit diesem Werk dann will Symbio einer der weltweit führenden Anbieter für Brennstoffzellensysteme für Fahrzeuge, Boote und andere Fortbewegungsmittel werden.

Foto: Michelin
Anish K. Taneja, Präsident Michelin Nordeuropa: "Unser Ziel ist es, bis 2030 einen Marktanteil von 12 Prozent und einen Umsatz von 1,5 Milliarden Euro zu erzielen."

Laut Anish K. Taneja arbeitet Michelin seit mehr als 15 Jahren an der Brennstoffzellentechnologie. "Mit unserem Joint-Venture Symbio entwickeln wir zurzeit die vierte Generation", erklärt der Präsident von Michelin Nordeuropa. Ziel sei es jetzt, die Produktion zu skalieren, um die Produktionskosten zu senken. Bis 2030 soll Symbio dann einen Marktanteil von zwölf Prozent innehaben und einen Umsatz von 1,5 Milliarden Euro erwirtschaften. Symbio profitiere dabei von der herausragenden Expertise, die Michelin und Faurecia gemeinsam in das Joint-Venture einbringen. "Die einzigartige Palette an Technologien, Produkten, Dienstleistungen und vor allem die globale Infrastruktur ermöglicht dem Unternehmen ein dynamisches Wachstum", so Taneja.

Bis 2025: 20.000 Brennstoffzellen pro Jahr

Der weitere Plan für Symbio sieht vor, bis 2025 über eine Produktionskapazität von rund 20.000 Brennstoffzellen-Systeme zu verfügen, 2030 stehen 200.000 Einheiten auf der Agenda. Das sogenannte Symbio Stack-Pack S kommt schon heute serienmäßig im Renault Kangoo Z.E. Hydrogen zum Einsatz, Ende dieses Jahres beliefert das Joint-Venture zudem den Stellantis-Konzern zur Ausrüstung von dann in Kleinserie gefertigten Brennstoffzellen-Transportern mit einer Reichweite von bis zu 400 Kilometern. Daneben verweist Symbio auf zahlreiche weitere Projekte, in denen man mit der Automobilindustrie zusammenarbeite, um die Markteinführungen neuer Modelle mit Brennstoffzellen zu beschleunigen.

Das Symbio Stack-Pack System ist laut Hersteller mittlerweile in drei Varianten für die Implementierung in E-Fahrzeuge verfügbar. Die S-Version liefert 7 bis 40 kW und ist abgestimmt auf den Einsatz in leichten Nutzfahrzeugen. Die M-Stufe kommt auf 40 bis 80 kW und eignet sich laut Symbio ebenso für leichte Nutzfahrzeuge, wenngleich sie höhere Leistungsreserven biete. Die L-Variante wiederum sieht der Hersteller mit 80 kW bis 0,5 MW und einem Multi-Stack-System in kleineren Lkw. Zudem hat das Joint-Venture kürzlich auf der Auto Shanghai ein optimiertes modulares System für Lkw bis 44 Tonnen präsentiert. Es soll je nach Bedarf mit 150 kW, 225 kW (3x75 kW) und 300 kW (2x150 kW) montiert werden können.

24-Stunden-Rennen als Brennstoffzellen-Härtetest

Um die Leistungsfähigkeit der Symbio-Brennstoffzellen unter Beweis zu stellen, ist das Joint-Venture außerdem Hauptsponsoren und Innovationstreiber der "MissionH24". Im Zuge dieses Motorsport-Projekts soll ein Hochleistungs-Brennstoffzellensystem für den Le Mans Prototyp (LMP) vom Schweizer Hersteller GreenGT entwickelt werden. Damit stehen dann Rennen unter anderem in Le Mans auf der Agenda. Laut Symbio sollen in dem Langstreckenklassiker 2024 erstmals Rennwagenprototypen mit reinem Wasserstoffantrieb in einer eigenen Klasse starten.

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