Mercedes-Benz eSprinter (2019)

Daimler erprobt Stromer am Polarkreis

Mercedes-Benz eSprinter am Polarkreis Foto: Daimler 24 Bilder

Elektroautos müssen auch bei tiefen Temperaturen zuverlässig funktionieren. Das gilt für Transporter umso mehr. Darum erprobt Daimler seinen eSprinter bei minus 30 Grad am Polarkreis.

Tiefe Temperaturen sind Gift für die Reichweite eines batterieelektrischen Fahrzeugs. Wie viel Saft steckt also tatsächlich in der 55-kWh-Batterie des eSprinter? Daimler hat es am Polarkreis erprobt. Von den theoretisch 150 Kilometer Reichweite bleiben demnach auch bei hohen Minusgraden noch 100 Kilometer übrig. Genug für die durchschnittliche KEP-Runde von Haustür zu Haustür. Im Testzentrum in Arjeplog, Schweden, hat Daimler aber naturgemäß nicht nur die Reichweite der Batterie im Fokus. Schließlich wirkt sich die Kälte auch aufs Handling, den Komfort und viele andere Systeme im Fahrzeug aus.

Eine Voraussetzung ist laut Daimler, dass die Scheiben auch bei extrem niedrigen Temperaturen möglichst schnell eisfrei werden und die Kabine zuverlässig aufheizt. Für diesen Test habe man die Testfahrzeuge inklusive Batterie in speziellen Kältezellen auf eine Tiefsttemperatur abgekühlt. Danach musste sich das Thermomanagement beim Kaltstart beweisen. Eine Besonderheit beim Stromer ist, dass sich die Kälte auch aufs Laden auswirkt. Auch bei 30 Grad unter Null muss beispielsweise die Schnellladefunktion zuverlässig arbeiten. "Wir haben unserem eSprinter bei der finalen Wintererprobung noch einmal alles abverlangt", sagt Benjamin Kaehler, Leiter eDrive@Vans bei Daimler. "Durch unsere umfangreichen Tests konnten wie unserem zweiten vollelektrischen Transporter nach dem eVito noch einmal die letzten Prozente auf dem Weg zur vollständigen Marktreife herausholen. Insbesondere in der für elektrische Vans so essenziellen Disziplin des Thermomanagements konnten wir wichtige Erkenntnisse gewinnen, um den eSprinter noch sicherer und komfortabler zu machen."

Daimler bietet den eSprinter zum Start als Kastenwagen mit Hochdach und einem zulässigen Gesamtgewicht von 3,5 Tonnen an. Das Ladevolumen entspricht dem des gleich großen Verbrenners: 10,5 Kubikmeter. Mit der Standardbatterie - 55 kWh - liegt die Zuladung bei 900 Kilogramm. Wer mehr Nutzlast braucht und dafür auf Reichweite verzichten will, kann den eSprinter auch mit 41 kWh bestellen. Dann steigt die Nutzlast auf 1.040 Kilogramm bei dann aber nur noch maximal 115 Kilometer Reichweite. Der Elektromotor im eSprinter leitet 85 kW bei einem Drehmoment von 300 Nm. Der Kunde kann zwischen drei Stufen für die elektrisch begrenzte Höchstgeschwindigkeit wählen: 80, 100 oder 120 km/h.

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