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Marktanalyse von Realogis

Logistikfläche verzweifelt gesucht

Warehouse Foto: sveta - stock.adobe.com

Flächenumsatz steigt in Deutschlands Top-Regionen und fast die Hälfte. Spitzenmieten ziehen weiter an und verteuern die Logistik.

Eine aktuelle Marktstudie des Gewerbeimmobilienspezialisten Realogis zeigt, dass rund die Hälfte des gesamtdeutschen Flächenumsatzes an gerade einmal acht Top-Standorten stattfindet. Das hat natürlich auch Auswirkungen auf die dortigen Mietpreise.

Rekordwert beim Flächenumsatz

An den acht deutschen Top-Standorten sind laut der Studie in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres von allen Marktteilnehmern rund 1,84 Millionen Quadratmeter Industrie- und Logistikflächen zur Miete oder Eigennutzung umgesetzt worden. Das akkumulierte Ergebnis der Top-Standorte Berlin, Hamburg, Ruhrgebiet, Düsseldorf, Köln, Frankfurt, Stuttgart und München stelle damit einen Rekordwert im Vergleich der letzten fünf ersten Halbjahre dar, so das Ergebnis der aktuellen Marktanalyse von Realogis.

Realogis verzeichnet Fünf-Jahres-Hoch

Laut des Beratungsunternehmens für Industrie- und Logistikimmobilien ist der Wert des Vorjahreshalbjahres (1,26 Millionen Quadratmeter) um deutliche 46 Prozent und der Fünf-Jahres-Durchschnitt (1,46 Millionen Quadratmeter) um 26 Prozent übertroffen worden. Die aktuellen Rekordergebnisse der Top-Standorte machen sich auch im gesamtdeutschen Flächenumsatz bemerkbar. In den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres sind bundesweit 3,59 Millionen Quadratmeter Industrie- und Logistikimmobilienflächen umgesetzt worden und damit 24 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum (2,9 Millionen Quadratmeter) sowie zehn Prozent mehr als im Fünf-Jahresschnitt (3,27 Millionen Quadratmeter). Davon gehe mehr als die Hälfte (51 Prozent) auf das Konto der acht Top-Standorte.

Dort wurden die meisten Flächen umgesetzt

Den höchsten Flächenumsatz in Logistik- und Industrieimmobilien unter allen Top-8-Standorten weist im Berichtszeitraum die Metropolregion Hamburg mit 320.000 Quadratmetern, dicht gefolgt vom Frankfurter Marktgebiet mit 309.000 Quadratmetern sowie dem Ruhrgebiet (290.000 Quadratmeter) und Berlin (288.400 Quadratmeter). Auf den Rängen fünf bis acht und unterhalb der 200.000er Marke folgen Köln (195.000 Quadratmeter), Düsseldorf (163.000 Quadratmeter) sowie München (149.800 Quadratmeter) und Stuttgart (124.000 Quadratmeter). Wenngleich der Stuttgarter Markt letztplatziert ist, hat er doch einen Rekordwert verzeichnet, der das bisherige höchste Halbjahr (H1 2016: 100.000 Quadratmeter) um 24 Prozent übertrifft. Im Vergleich der letzten fünf Halbjahre wiesen ebenfalls Hamburg, München und Köln ihren höchsten Flächenumsatz auf.

Stuttgarts Spitzenmiete verteuert sich am stärksten

„Bis auf München und Frankfurt, bei denen es eine Stagnation gab, haben alle Top-Standorte ein Wachstum der Spitzenmiete verzeichnet“, erklärt Bülent Alemdag, Geschäftsführer von Realogis Immobilien Düsseldorf. Unangefochten teuerster Markt für Logistik- und Industrieimmobilien zur Miete in H1 2021 ist weiterhin München mit 8,50 Euro pro Quadratmeter. Damit liegt der Spitzenreiter unter den Top-Standorten 26 Prozent über dem Durchschnitt der Spitzenmiete aller Top-Märkte (6,73 Euro pro Quadratmeter). Zweitteuerster Markt ist Berlin mit 7,50 Euro pro Quadratmeter, kommend von 7 Euro pro Quadratmeter in H1 2020 (+7,1 Prozent) und elf Prozent über dem Durchschnitts-Spitzenmietpreis aller Top-Märkte. Die deutlichste Verteuerung aller Top-Märkte hat Realogis in Stuttgart mit +12,3 Prozent auf 7,30 Euro pro Quadratmeter registriert (H1 2020: 6,50 Euro pro Quadratmeter).

Wie sich die Preise sonst entwickelt haben

Auf den Rängen vier bis acht folgen Frankfurt mit 7 Euro pro Quadratmeter (unverändert zu H1 2020), Hamburg mit 6,30 Euro pro Quadratmeter (H1: 2020: 6,20 Euro pro Quadratmeter +1,6 Prozent und rund sechs Prozent unter dem Durchschnitt aller Top-Märkte), Düsseldorf mit 6,10 Euro pro Quadratmeter (H1 2020: 5,95 Euro pro Quadratmeter, +2,5 Prozent und rund neun Prozent unter dem Durchschnitt) sowie Köln mit 5,85 Euro pro Quadratmeter (H1 2020: 5,80 Euro pro Quadratmeter, +0,9 Prozent, 13 Prozent unter dem Durchschnitt). Der weiterhin günstigste Top-Logistikmarkt ist das Ruhrgebiet mit 5,30 Euro pro Quadratmeter (H1 2020: 5,10 Euro pro Quadratmeter, +3,9 Prozent Verteuerung), der rund 21 Prozent unter dem Durchschnitt liegt.

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