MAN gewinnt den "Truck Innovation Award 2019"

Autonom fahrender aFAS-Truck ausgezeichnet

Foto: Oliver Willms

MAN hat als erster Nutzfahrzeughersteller den neu eingeführten "Truck Innovation Award" für sich entschieden. Die von der international besetzten "Truck of the Year"-Jury in diesem Jahr erstmals vergebene Auszeichnung würdigt die innovativste Neuentwicklung im europäischen Nutzfahrzeugbereich.

MAN führte bei der Entwicklung des neuen aFAS-Trucks (automatisch fahrerlos fahrendes Absicherungsfahrzeug für Arbeitsstellen auf Bundesautobahnen) zusammen mit sieben anderen Partnerfirmen maßgeblich Regie.

Bei dem neuen serienreifen Konzept handelt es sich quasi um die langsame Variante autonomen Fahrens bei einem Absicherungsfahrzeug der Autobahnmeistereien. Denn der Job der orangefarbenen Arbeitsbrigaden auf dem Standstreifen ist höchst riskant. Allein in Hessen, wo der Modellversuch in der Praxis bereits erfolgreich durchgeführt wurde, kommt es jährlich zu 300 Unfällen mit Absicherungsfahrzeugen. Aufgrund des drastischen Tempounterschieds zwischen maximal 10 km/h im Absicherungsfahrzeug mit Warntafelhänger im Schlepp und den rund 85 km/h eines Lkw fallen diese Zusammenstöße oft dramatisch aus. Bei dem MAN TGM 18.340 mit aFAS-Technik bleibt der Platz am Steuer während der Absicherungsfahrt in bis zu hundert Meter Entfernung hinter dem Arbeitstrupp leer.

Zuverlässige Objekt- und Fahrstreifenerkennung

Zwischen dem Leitfahrzeug im Arbeitseinsatz und dem mit Radar und Kameratechnik ausstaffierten Absicherungstruck wird dabei zuerst im Abstand von maximal zehn Metern eine stabile WLAN-Funkverbindung aufgebaut. Dann kann sich der Fahrer des TGM anderen Aufgaben am Einsatzgebiet widmen, sein Truck hält im Tempobereich zwischen 2 und 10 km/h den vorgegebenen Abstand und folgt den Straßenwerkern bis zum Abschluss der Arbeiten. Dort wird der autonom fahrende Zweiachser nach Arbeitsende wieder „eingefangen" und wie ein ganz normaler TGM von seinem Fahrer zum nächsten Einsatzort gelenkt.

Mit Radar und Kamera alleine lässt sich diese intelligente Führung weit hinter dem Leitfahrzeug nicht mehr realisieren. Eine speziell für dieses Anwendungsgebiet entwickelte Umgebungssensorik mit integrierter und absolut zuverlässigen Objekt- und Fahrstreifenerkennung ermöglicht es dem Elektronikgehirn im TGM überdies, Daten zu Streckencharakteristik und Verkehrssituation zu erfassen und zu analysieren.

Autobahnmeistereien hochgradig interessiert

Die Umsetzung der gesammelten Fahrinformationen auf Lenkung, Antrieb und Bremsanlage erfolgt dann über bewährte Baukomponenten. Ein elektrohydraulischer Stellmotor für die Bedienung der Lenkanlage sowie die intelligente Regelung von Gas und Bremse gehören ebenso zum Technikpaket wie ein doppelt abgesichertes Bremssystem, das den Lkw im Falle eines Funkkontaktverlustes sofort anhält.

Die Autobahnmeistereien sind an dem Projekt hochgradig interessiert. Nicht nur, weil es Menschenleben am Steuer des Absicherungs-Lkw retten kann, sondern weil damit auch die stupide, aber gleichwohl stressige Schleichfahrt des Fahrers automatisiert wird.

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