Luxemburger E-Bus-Fuhrpark

Neue Irizar für Emile Weber

Foto: Irizar

Schon seit geraumer Zeit ist Luxemburg mit seinen beiden Vorzeigeunternehmen Emile Weber und Sales Lentz stark in Sachen alternative Antriebe engagiert – der erste Solaris Hybridbus lief hier schon vor Jahren. Jetzt setzt Emile Weber verstärkt auf die Emobility-Sparte des baskischen Busbauers Irizar und ordert weitere 14 Gelenkbusse, nachdem bereits 12 Solobusse mit 12 Metern Länge in der Stadt unterwegs sind.

Die Gelenkbusse mit drei Türen, die 2017 auf der Busworld erstmals gezeigt wurden, sind mit sehr großen, 525 kWh Energie fassenden NMC-Batterien (Nickel-Mangan-Cadmiumoxid) bestückt, die über Nacht mittels CC2-Stecker geladen werden. Somit folgen die Basken hier einem industrieweiten Trend, der sich vorerst in vielen Einsatzgebieten durchzusetzen scheint.

Die Fahrzeuge werden ab März 2019 mit der kompletten Ladeinfrastruktur und umfangreichen Service- und Reparaturverträgen auch für die Batterien geliefert. Dazu baut Irizar auch ein lokales Team von Mitarbeitern auf – das ist offensichtlich die neue Strategie der Marke mit eigenem Emobility-Bereich, der 2017 einen neuen Produktionsstandort eröffnet hatte, an dem sogar ein Elektro-Lkw gebaut werden wird.

In Deutschland soll die Ferrostaal AG den Vertrieb und Service für die Elektrobusse der Marke übernehmen, bisher wurden jedoch keine Ausschreibungen oder Abschlüsse kommuniziert. Eine eigene Organisation hat Irizar seit dem Weggang des ehemaligen Temsa-Vertriebschefs Cafek Zerhouni zu Transdev nicht mehr.

Nur 104 Personen an Bord

Die optisch ansprechenden, 18,73 Meter langen Fahrzeuge des Typs „ie-bus" bieten 51 Sitze und eine maximale Kapazität von rund 104 Passagieren, was für einen Gelenkbus nicht sehr viel ist – hier macht sich das Gewicht der großen Batterien negativ bemerkbar. Die ebenso erhältliche Version mit kleiner, schnellladefähiger Batterie (90 bis 150 kWh) und Opportunity Charging mit bis zu 500 kW kann laut Hersteller bis zu 155 Personen aufnehmen.

Die Reichweite benennt Irizar mit 200 bis 220 Kilometer, ohne jedoch die Bedingungen für diese Angabe zu definieren. Viele Bauteile der Busse werden von den diversen Irizar Unternehmen selbst gefertigt: Türen (Masats), Klimaanlage (Hispacold), Connectivity (Datik) bis zum Zentral-Elektromotor (Alconza) und den Batterien, die am neuen Standort im Baskenland komplettiert werden. Der PSM-Zentralmotor leistet maximal 235 kW und 2.300 Nm an maximalem Drehmoment, das soll laut Hersteller gut sein für eine Steigfähigkeit von 18 Prozent, was dem Solobus entspräche. Selbstredend sind die neuen vollelektrischen Busse mit USB-Steckern sowie WiFi-Routern ausgestattet. In Sachen Klimaanlage findet eine moderne Wärmepumpe Verwendung, allerdings noch mit dem konventionellen Kältemittel R 134a.

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