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Logistik-Start-up Trucksters

Porsche und Springer investieren

Trucksters-Gründer: Luis Bardaji, Gabor Balogh und Ramon Castro Foto: Dominik Tryba

Das spanische Logistik-Start-up Trucksters expandiert. Porsche und Axel Springer investieren in KI-basierten Lkw-Frachtdienst.

Das spanische Start-up Trucksters mit Sitz in Madrid expandiert – unter anderem mit Routen nach Deutschland. Die Frachttransporte von und nach Deutschland verkehren auf zwei unterschiedlichen Routen. Die Route „Levante“ umfasst die wichtigsten spanischen Mittelmeergebiete Valencia und Barcelona und führtüber Belgien und die Niederlande nach Dortmund und in das Ruhrgebiet. Die Route „Zentral“ beginnt in Madrid und führt über Belgien und die Niederlande ebenfalls nach Dortmund.

Investor APX mit Porsche und Axel Springer

Für das nötige Kapital sorgt APX, der Early Stage Investor von Axel Springer und Porsche mit Sitz in Berlin. Laut APX gehört das 2018 gegründete Start-up zu dessen vielversprechendsten Investments. Trucksters verzeichnete nach eigenen Angaben in diesem Jahr bislang ein monatliches Wachstum von circa 40 Prozent und konnte Kunden wie Bofrost, Kimberly Clark, SEUR oder ALPI für sich gewinnen.

Die Idee hinter Trucksters

Die Idee der drei Trucksters-Gründer Luis Bardaji, Gabor Balogh und Ramon Castro: Mithilfe von Big Data und künstlicher Intelligenz (KI) koordiniert Trucksters die Fahrer, Lastwagen und Frachten in ganz Europa und soll so die Transportbranche optimieren. Soll heißen, die Lkw sind beständig auf Tour. Optimal soll das Ganze aber vor allem auch für die Lkw-Fahrer sein. Durch das sogenannte Zwischenstations-System von Trucksters braucht es keinen Beifahrer mehr. Die Fernfahrer fahren zu regulären Arbeitszeiten und bleiben dabei in der Nähe ihres Wohnortes. Dadurch können sie zu Hause zu schlafen und mehr Zeit mit ihrer Familie verbringen. Gleichzeitig werde damit die Verkehrssicherheit erhöht, da die Fahrer ausgeruhter sind, heißt es seitens des Start-ups.

Trucksters an einem Beispiel erklärt

Normalerweise beginne eine Fahrt im Fernverkehr mit zwei Fahrern auf einem LLw die sich nach neun Stunden ablösen und elf Stunden anhalten müssen, um sich auszuruhen. In dem System von Trucksters gibt es entlang einer Route hingegen mehrere Fahrer. Ein Fahrer fährt lediglich 4,5 Stunden, bis er mit dem Lkw einen Zwischenposten erreicht, wo er das Fahrzeug an einen anderen Fahrer abgibt.

Mit Trucksters-optimierte Routen

Laut Trucksters dauert ein herkömmlicher Straßentransport mit zwei Fahrern von Madrid nach Dortmund mit einer Strecke von rund 1.900 Kilometern rund 38 Stunden. Mit der KI-basierten Optimierung dauere die gleiche Fahrt gerade einmal etwa 28 Stunden– mit jeweils nur einem Fahrer im Cockpit. Das System funktioniert laut Trucksters auch deshalb so gut, weil Dritte ihre Fahrzeuge unter dem Dach von Trucksters eingliedern können. Damit erreicht das Unternehmen eine skalierbare Flotte und Routen mit ausreichendem Verkehrsaufkommen, um Zwischenstationen einzurichten.

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