Lkw-Fahrer auf Protestzug gegen Corona-Maßnahmen Konvois in Kanada und weiteren Staaten

Proteste in Kanada Foto: Adrian Wyld/picture alliance 3 Bilder

Ein kilometerlanger Konvoi aus Lkw-Fahrern und weiteren Demonstrierenden hat die kanadische Hauptstadt Ottawa erreicht, um dort gegen Corona-Maßnahmen zu protestieren.

Auslöser für den Konvoi in Kanada war verschiedenen Medienberichten zu Folge ein bilaterales Abkommen zwischen den USA und Kanada, wonach alle sogenannten „essential workers“ (wichtige Arbeitskräfte), zu denen auch Lkw-Fahrer zählen, geimpft sein müssen. Laut der Canadian Trucking Alliance dürfen diese, ob im Lkw oder auch in anderen Fahrzeugen, nur geimpft die Grenze überqueren. Wie die WELT berichtet, habe Kanada Mitte Januar die verpflichtende Corona-Impfung für den Grenzübertritt zwischen Kanada und den USA eingeführt. „Ungeimpfte kanadische Lkw-Fahrer müssen demnach bei Rückkehr aus den USA in eine 14-tägige Quarantäne, US-Fahrer ohne Impfung dürfen gar nicht ins Land. Die USA drohen bei Zuwiderhandlung mit einer dauerhaften Sperre“, so die WELT in ihrer Online-Ausgabe.

Protestzug rollt von Vancouver bis Ottawa

Dies ist der Grund, warum sich bereits am 23. Januar in Vancouver ein Protestzug formierte. Das Ziel: die gut 4.000 Kilometer entfernte kanadische Hauptstadt Ottawa. Laut Angabe der Initiatoren schlossen sich entlang des Wegs weitere Trucks an. Dabei gibt es widersprüchliche Angaben zum tatsächlichen Umfang des Konvois. Während verschiedene Medien von Dutzenden oder wenigen Hundert Lkw ausgehen, sprechen die Veranstalter selbst von 50.000 oder gar 250.000 Fahrzeugen, zu denen aber augenscheinlich nicht nur Lkw, sondern auch andere Fahrzeuge wie Pick-ups gehören.

Es ist also davon auszugehen, dass nicht alle der Protestteilnehmer nur gegen die Impfpflicht für Lkw-Fahrer bei Grenzübertritt demonstrieren, sondern ihren Protest gegen weitere Themen wie auch generell gegen die Corona-Politik richten. Das unterstreicht ein Bericht der BBC, wonach die Canadian Trucking Alliance schätze, dass ohnehin zwischen 85 und 90 Prozent der 120.000 kanadischen Lkw-Fahrer, die auf grenzüberschreitenden Strecken arbeiten geimpft sind.

Lkw-Proteste auch in anderen Staaten

Auch andernorts drückt sich der Protest in Teilen der Bevölkerung in Form von Lkw-Schlangen aus. Unter den Hashtags #TruckersForFreedom2022 und #ConvoyForFreedom2022 sind auf Twitter und Co. unter anderem Bilder von Konvois in Australien, Italien und auch den Niederlanden zu finden.

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