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LIT und Captrain gründen Smart Rail Logistics

LIT bringt VW-Teile auf die Schiene

Foto: Innova Train

Der Logistikdienstleister LIT verlagert Lkw-Verkehre für VW zwischen Dresden und Emden auf die Schiene. Los geht's Ende Mai.

Der Logistikdienstleister LIT aus Brake steigt mit Ganzzügen in den Kombinierten Verkehr ein. Am 31. Mai solle der Live-Betrieb starten, teilt Klaas Lange aus dem Bereich Business Development Intermodal bei LIT gegenüber der Fachzeitung trans aktuell mit. Den Weg auf die Schiene geht LIT zusammen mit der SNCF-Tochter Captrain Deutschland in Berlin.

Drei Ganzzüge zwischen Dresden und Emden pro Woche

Die Partner wollen wöchentlich drei Ganzzüge zwischen Dresden und Emden für den Fahrzeugbauer VW auf die Reise bringen. Dafür gründen LIT und Captrain das gemeinsame Unternehmen Smart Rail Logistics, an dem jeder 50 Prozent der Anteile hält und das ebenfalls in Berlin ansässig sein wird.


Wöchentlich 100 Lkw-Ladungen wechseln auf die Schiene

Nach Angaben von LIT-Bahn-Experte Klaas Lange geht es um wöchentlich etwa 100 Lkw-Ladungen, die von der Straße auf die Schiene wechseln sollen. Die Partner bauen dafür einen Pool von 220 Wechselbrücken auf, die auf dieser Relation zum Einsatz kommen sollen. Dresden fungiert dabei als Drehscheibe, die Vor- und Nachläufe gehen an 16 Lieferanten, die ihren Sitz vorrangig in Tschechien und Polen haben.

Die Fahrzeuge werden künftig zwischen dem GVZ Dresden und den Lieferanten in Tschechien und Polen pendeln. In Emden sind die Wege zum Kunden VW kürzer, sodass deutlich weniger Lkw für die letzte Meile auf der Straße zum Einsatz kommen. Am dortigen Terminal kommt das Horizontal-Umschlagsystem Container Mover des Schweizer Unternehmens Innova Train zum Einsatz, das einen schnellen Umstieg der Wechselbrücken vom einen auf den anderen Verkehrsträger ermöglicht.

LIT-Geschäftsführer Breuer: KV ist spannendes Segment

"Der Kombinierte Verkehr ist für uns ein spannendes Segment", sagt LIT-Geschäftsführer Simeon Breuer. Hin und wieder habe man Einheiten mit Kombiverkehr und Hupac verladen. Bei beiden Operateuren ist der Logistikdienstleister auch Gesellschafter. "Doch einzelne Ladeeinheiten auf der Schiene zu fahren, bringt noch keine großen Effekte", sagt Breuer.

Deutlich interessanter sei es, das mit einer großen Zahl an Einheiten und regelmäßig zu praktizieren. Erst dann wirke es sich positiv auf die Kosten aus. Und erst dann könne man die Disposition dieser Verkehre dauerhaft umstellen – was dem Unternehmen auch neue Chancen bei der Fahrersuche eröffne. Sie haben planbare Touren und sind abends wieder zu Hause.

Somit ist der Einstieg in Ganzzug-Verkehre nicht nur eine neue Phase bei LIT. Es ist vielleicht der Anfang einer größeren Verlagerung auf die Schiene. "Es soll nicht bei einen Relation bleiben", sagt Breuer. Laufen die Verkehre zwischen Dresden und Emden nach Plan, sollen weitere Züge folgen.

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