lastauto omnibus-Zukunftskongress

Effiziente Technik drückt den Verbrauch

Wilfried Jagusch, Senior Berater, Dekra Consulting, lastauto omnibus, Zukunftskongress, 2011 Foto: Thomas Küppers

Technologische Maßnahmen am Lkw bieten ein enormes Potential. Daran erinnerte Wilfried Jagusch, Senior Berater bei der Dekra Consulting GmbH die Teilnehmer des ersten lastauto omnibus Zukunftskongresses.

Beim Güterverkehrsaufkommen in Deutschland und der EU sei mit deutlichem Wachstum zu rechnen. Allein in Deutschland werde die Güterverkehrsleistung von derzeit rund 670 Milliarden Tonnenkilometer auf etwa 1.000 Milliarden steigen, erklärte Wilfried Jagusch. Den größten Teil der Verkehrsleistung werde mit rund 70 Prozent der Straßengüterverkehr erbringen.

Die richtige Wahl des Fahrzeugs

Angesichts der sehr dynamischen Wachstumsperspektiven seien Transportunternehmer mehr denn ja gefordert, möglichst  kostengünstig, aber auch wirtschaftlich zu transportieren. Wichtige Voraussetzung ist laut Jagusch die Wahl des richtigen Fahrzeugs mit angemessener Motorleistung für die jeweilige Einsatzart.

Effiziente Technik

Technologische Möglichkeiten, die Effizienz der Fahrzeuge zu erhöhen sieht Jagusch im pneumatischen Booster, einem verbesserten Thermomanagement, der Turbocompound-Technik und in optimierten Nebenaggregaten. Ebenso in verbesserten Getrieben, einer reduzierten Motorreibung und einem optimierten Verbrennungsvorgang.

Aerodynamische Maßnahmen

Davon ausgehend, dass etwa 40 Prozent der Leistung zum Bewegen eines Lkw mit Tempo 80 über die Autobahn für das Überwinden des Luftwiderstands aufgebracht werden müsse, böten auch aerodynamische Maßnahmen ein großes Potential. Vielversprechend seien aerodynamisch geformte Dächer, Spoiler zwischen Fahrerhaus und Laderaum, ein eingezogenes Heck und Unterboden- sowie Seitenverkleidungen von Zugmaschine und Auflieger. Die mögliche Kraftstoffeinsparung durch eine verbesserte Aerodynamik beziffert Wilfried Jagusch auf drei bis fünf Prozent.

Leichtlaufreifen und Leichtbau

Weitere drei bis fünf Prozent seien von Leichtlaufreifen und automatischen Reifenluftdruck-Kontrollsystemen zu erwarten. Eine ebenfalls entscheidende  Maßnahme zur Effizienzsteigerung sei der Leichtbau mit einem verstärkten Einsatz von Aluminium und Kunststoff. Mögliche Kraftstoffeinsparung: Bis zu fünf Prozent.

Fahrereinfluss auf den Verbrauch geht zurück

Noch mehr verspricht sich Jagusch von einem weiterentwickelten Verkehrsmanagement und Telematiksystemen. Bei konsequentem Einsatz seien hier bis zu zehn Prozent Kraftstoffeinsparung drin. Großes Potential spricht der Dekra-Berater auch dem Fahrertraining zu. Allerdings sei der Einfluss des Fahrers auf den Verbrauch mit zunehmend effizienterer Fahrzeugtechnik nicht mehr so gravierend. Die Kraftstoffverbräuche im Jahr 2030 taxiert Jagusch auf 29,5 Liter bis 26,3 Liter pro 100 Kilometer für einen Sattelzug. Bei einem Lkw seien es 16,4 bis14,5 Liter pro100 Kilometer und bei einem leichten Nutzfahrzeug  8,7 bis 7,7 Liter.

Unsere Experten
Jan Bergrath, Experte für Fahrerthemen Jan Bergrath Journalist
Harry Binhammer, Rechtsanwalt und Fachanwalt für Arbeitsrecht Harry Binhammer Fachanwalt für Arbeitsrecht
Aktuelle Fragen Ziffer 95 und Überführungsfahrten Brauche ich die Ziffer 95 für Überführungsfahrten? Weiterbildung Kann man Module doppelt belegen und andere dafür weglassen? LNG/LPG (Unterschied) Warum LNG statt LPG?
Praxissymposium
Praxis-symposium/DEKRA Lausitzring 7. und 8. Mai 2020, DEKRA Lausitzring

Jetzt anmelden!

Betriebsstoffliste 2020
Element_Teaser_BL_2020 Mehr als 2.500 Produkteinträge

Immer auf dem neuesten Stand: Die DEKRA Betriebsstoffliste 2020

Kostenloser Newsletter
Newslettertitel Jetzt auswählen und profitieren

Maßgeschneidert: Die neuen Themen-Newsletter für Transportprofis.

eurotransport.de Shop
Web Shop Content Teaser Der Shop für die, die es bringen.

Zeitschriften, Bücher, Lkw-Modelle, Merchandising und mehr.