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Landstraßen

Richtlinien sollen für Sicherheit sorgen

Landstraße, Unfall, Sicherheit Foto: ETM

Standardisierte Landstraßen sollen mit einem möglichst einheitlichen Streckenverlauf für mehr Sicherheit auf deutschen Straßen sorgen.

Dazu hat das Bundesverkehrsministerium und die Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) jetzt die "Richtlinie für die Anlage von Landstraßen" (RAL) herausgegeben. Nach dieser Richtlinie soll der Neu-, Um- sowie Ausbau von Landstraßen entworfen und geplant werden. Nach Angaben der BASt soll es künftig vier verschiedene Landesstraßentypen geben.

Fernstraßen sollen über drei Fahrstreifen verfügen

Auf Fernstraßen sollen die Fahrer trotz hohem Verkehrsaufkommen weite Strecken in angemessener Zeit zurücklegen können. Dazu sollen die Straßen künftig durchgängig mit drei Fahrstreifen ausgebildet werden. Der mittlere Fahrstreifen ist abwechselnd der einen oder der anderen Fahrtrichtung als Überholfahrstreifen zugeordnet. Verknüpfungen mit dem nachgeordneten Straßennetz sollen kreuzungsfrei mit Einfädelungs- und Ausfädelungsstreifen ausgebildet werden. Ein gut sichtbarer breiter Mittelstreifen in Grün trennt beide Fahrtrichtungen räumlich voneinander.

Überregionalstraßen verfügen in regelmäßigen Abständen über eine dritte Fahrspur

Da auch Überregionalstraßen viel befahrene Straßen sind, sollen diese in regelmäßigen Abständen dreistreifige Abschnitte aufweisen. So sollen Überholvorgänge in zweistreifigen Abschnitten vermieden werden. Kreuzungen und
Einmündungen sollen in der Regel signalisiert werden. Die Mittelmarkierung zur Trennung der Fahrtrichtungen ist mit doppelter Linie ausgeführt.

Auf Regionalstraßen den Gegenverkehrsfahrstreifen zum Überholen nutzen

Auf Regionalstraßen mit häufig mittlerem Verkehrsaufkommen müssen Fahrer zum Überholen den Gegenverkehrsfahrstreifen nutzen. Kreuzungen und Einmündungen werden nur bei hoher Verkehrsbelastung angezeigt, alternativ sind auch Kreisverkehre möglich.

Nahbereichsstraßen haben einen breiten Fahrstreifen

Nahbereichsstraßen mit weniger Verkehr sollen nur einen breiten Fahrstreifen ohne Mittelmarkierung haben. Er solle von Fahrern in beide Richtungen genutzt werden und durch zwei seitlich vom Fahrbahnrand abgesetzte Leitlinien begrenzt werden. Begegnen sich zwei Fahrzeuge, können sie bei geringem Tempo die Leitlinie überfahren. Die Randmarkierung soll das Abkommen von der Fahrbahn vermeiden.
  
Nach Mitteilung der BASt ereignen sich rund 60 Prozent aller Unfälle mit getöteten Personen auf Landstraßen. Die"Richtlinien für die Anlage von Landstraßen (RAL)" soll mit neuen Überholstreifen und mit neugestalteten Kreuzungen und Knotenpunkten die Verkehrssicherheit verbessern helfen. Die RAL wurde von der Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (FGSV) vorgestellt. Die Richtlinien basieren unter anderem auf Erkenntnissen mehrerer Projekte aus dem Forschungsprogramm des Bundesverkehrsministeriums und der BASt.

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