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Ladung profitabel bündeln

Bei Carrypicker disponiert der Algorithmus

Telematik Bildschirm Disposition Disponent

Die digitale Spedition Carrypicker hat eine Plattform entwickelt, die das Disponieren von Transportgütern auf der Straße optimiert.

Das Disponieren von Sendungen, die per Lkw zum Ziel kommen, wird zunehmend komplex. Laut Carrypicker sogar derart unübersichtlich, dass eine herkömmliche Disposition mit Blick auf die Ladungsbündelung ineffizient sei. Abhilfe soll eine gleichnamige IT-Lösung schaffen. „Durch die Plattform können die Auslastung gesteigert und Marktpreise passgenauer und konsistenter ermittelt werden – in einem Maße, zu dem der Mensch nicht in der Lange ist“, verspricht Carrypicker.

In Sekundenbruchteilen errechnet Carrypicker mithilfe von Hochleistungs-Computern und intelligenten Algorithmen die jeweils beste Lösung für die Disposition von Transportgütern auf der Straße. Der Clou: Berücksichtigt werden dabei eben nicht nur Komplettladungen. Vielmehr setze Carrypicker – anders als andere digitalen Speditionen – auf die Bündelung von Teilladungen zu Komplettladungen. Dadurch soll sich die durchschnittliche Auslastung von 70 auf über 80 Prozent erhöhen. Das wiederum bringe nicht nur Kostenvorteile mit sich: Der gesamte jährliche CO2-Ausstoß würde laut Carrypicker um rund 0,5 Prozent gesenkt werden.

BMVI unterstützt Projekt

Mit dem Ziel, die Disposition auf eine neue Stufe zu heben, ist Carrypicker übrigens nicht allein: Das Start-up hat dazu eigens das Projekt „Yield Management in der Speditionsbranche“ angestoßen. Dabei geht es neben dem hochskalierbaren Cloud Computing auch um mathematische Methoden aus dem Umfeld der Künstlichen Intelligenz, Machine Learning und Predictive Analytics. Damit sollen Modelle für eine dynamische Preis-Mengen-Steuerung entstehen. „Ziel ist es, Transportaufträge durch aktives Yield Management zu bepreisen, in Echtzeit auf existierende Leerkapazitäten zu verteilen oder aktiv notwendige Zusatzkapazitäten digital anzufragen und alles in hocheffizient optimale Touren zu bündeln“, heißt es dazu in einer Unternehmensmitteilung.

Mit an Bord bei dem Innovationsprojekt, dass das Bundesverkehrsministerium (BMVI) mit rund 2,4 Millionen Euro aus dem Förderprogramm mFund unterstützt, sind die Praxispartner M2Hycon UG, Mi Solutions & Consulting sowie Assense Software Solutions. Zudem ist das Bremer Institut für Strukturmechanik und Produktionsanlagen der Universität Bremen beteiligt.

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