Lade-Infrastruktur

ABB treibt Standardisierung voran

Foto: ABB

Als Mitglied des von der EU im Rahmen des Programms "Horizon 2020 Green Vehicles" geförderten Assured-Konsortiums nimmt ABB die Standardisierung der Lade-Infrastruktur für Elektrobusse in den Fokus. Der Technologiekonzern hält dies für den Schlüssel zu Investitionen und Wachstum.

ABB treibt die Standardisierung der Lade-Infrastruktur für Elektrobusse im von der EU geförderten Assured-Konsortium mit dem Ziel, Hochleistungsladelösungen für Nutzfahrzeuge im urbanen Raum zu entwickeln und zu testen, voran – laut eigener Angaben hat der Technologiekonzern bei der Erstellung eines neuen Berichts eine zentrale Rolle gespielt. Das Dokument enthält demnach Spezifikationen für das automatische Laden von schweren Nutzfahrzeugen auf der Grundlage bestehender Normentwürfe.

"Die im Bericht beschriebenen innovativen Ladestrategien werden dazu beitragen, die Gesamtbetriebskosten der Elektroflottenbetreiber zu senken, die Akzeptanz von eBus und eTruck zu erhöhen und eine nachhaltigere Zukunft zu ermöglichen, in der sowohl Lärm als auch Luftverschmutzung erheblich reduziert werden", erklärt Frank Muehlon, Geschäftsführer des ABB-Geschäftsbereichs EV-Ladeinfrastruktur.

Erste Tests noch 2019, erste Demonstrationen ab 2020

Im nächsten Schritt will ABB die Entwicklung von Konformitäts- und Interoperabilitätstests auf der Grundlage der im Bericht dargelegten Standards begleiten. Diese Erprobungen sollen im vierten Quartal dieses Jahres in Barcelona beginnen. Anschließend wird laut ABB die Interoperabilität von Ladegeräten und Fahrzeugen in der Praxis in insgesamt drei europäischen Städten – nämlich Göteborg, Barcelona und Osnabrück – im Zeitraum 2020 / 2021 demonstriert. Eigens hierfür wird der Technologiekonzern mobile Versionen seiner Ladegeräte Panto Down und Panto Up bereitstellen, die in nur vier Stunden installiert werden können.

Das Panto Up-Ladegerät hat ABB laut eigener Angaben für größere Elektrobus-Flotten entwickelt, die aufgrund von Platzproblemen mit auf dem Dach montierten Stromabnehmern fahren. Es soll das Portfolio an Elektrobus-Ladegeräten ergänzen, das bis dato Lösungen umfasst, die von einer 24 kW starken DC-Wallbox bei 1.000 V und einer 50 kW Terra 54 HV bei 1.000 V bis zu 350 kW starken Ladegeräten mit flüssigkeitsgekühlten Kabeln reichen. Es inkludiert auch das bewährte Panto Down, das auf OppCharge basiert, einer offenen Schnittstelle zum Gleichstrom-Laden von Elektrobussen.

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