Entwicklung der Assistenzsysteme

Künstliche Intelligenz im Lkw

Continental Künstliche Intelligenz KI Foto: Continental

Künstliche Intelligenz hilft, wenn die eigene gerade Pause macht. Beispielsweise, weil man am Steuer abgelenkt oder müde ist. KI-Systeme können Unfälle vermeiden – und machen das Lkw-Fahren komfortabler.

Während der vergangenen Jahre ist eine Vielzahl von Fahrerassistenzsystemen auf den Markt gekommen. Mittlerweile nutzen einige von ihnen künstliche Intelligenz, um Verkehrssituationen zu bewerten und darauf zu reagieren. "KI unterstützt überall dort, wo eine hohe Aufmerksamkeit nötig ist, etwa in komplexen Verkehrssituationen", sagt Dr. Pia Dreiseitel, Leiterin der Abteilung Perception (Wahrnehmung) in der zentralen Vorentwicklung bei Continental. Große Kreuzungen mit mehreren Spuren in jede Richtung können Menschen bei Dunkelheit und Regen überfordern. "Eine KI ist robust gegenüber Witterungseinflüssen, und die verschiedenen Sensoren erfassen die Umgebung auch bei schlechten Sichtverhältnissen deutlich besser, als der Mensch es kann", so Dreiseitel. Zudem könne der Computer Bilder und Situationen schneller bewerten als ein Mensch.

Künstliche Intelligenz im Nfz muss trainiert werden

Vor allem im Bereich der Fahrerassistenzsysteme bietet KI großes Potenzial. Rollt zwischen parkenden Autos ein Ball auf die Straße, folgt sehr wahrscheinlich ein Kind; dreht der Fahrradfahrer vor einem den Kopf weit nach links, biegt er möglicherweise unvermittelt ab. Ein menschlicher Fahrer weiß das zwar, aber er reagiert wesentlich langsamer als der Computer und ist möglicherweise im entscheidenden Moment abgelenkt. KI-Systeme mit einer Vielzahl an Sensoren erkennen solche Situationen, alarmieren den Fahrer, versetzen das Fahrzeug in Bremsbereitschaft oder übernehmen selbstständig nötige Fahrmanöver. Etwa Notbremsungen: Rennt ein Hund auf die Straße mit einem Kind am anderen Ende der Leine, wird die KI in Sekundenbruchteilen eine Vollbremsung einleiten – und könnte theoretisch das Fahrzeug in Richtung des Hundes lenken, sollte ein Aufprall nicht vermeidbar sein. Doch um solche Unterscheidungen überhaupt treffen zu können, müssen die Systeme zunächst aufwendig "trainiert" werden. Dafür sichten Mitarbeiter Tausende Stunden Videomaterial von Verkehrssituationen und klassifizieren die Objekte: Fußgänger, Fahrradfahrer, Hunde, Kinderwagen oder Bälle.

Kostenlos für DEKRA-Mitglieder

Als registriertes Mitglied können Sie sich über dekra.net auf eurotransport.de anmelden und erhalten dann Zugriff auf alle abgeschlossenen Inhalte - und das ohne zusätzliche Kosten. Informationen zu weiteren Vorteilen einer DEKRA-Mitgliedschaft erhalten Sie hier.

Kostenlos für Digital-Abonnenten

Melden Sie sich an und prüfen Sie, ob Ihre Abonummer in Ihrem Profil hinterlegt ist. Wenn Sie Abonnent sind, aber noch kein Profil haben, können Sie sich hier registrieren. Weitere Informationen zu Registrierung und Anmeldung finden Sie hier.

Dieser Artikel stammt aus diesem Heft
lao 03 2020 Titel
lastauto omnibus 3 / 2020
14. März 2020
Dieser Artikel stammt aus diesem Heft
lao 03 2020 Titel
lastauto omnibus 3 / 2020
14. März 2020
Aktuelle Fragen LNG/LPG (Unterschied) Warum LNG statt LPG? Tageskontrollblätter Können die Lenk- und Ruhezeiten über Tageskontrollblätter aufgezeichnet werden?
Diesel-Dieter am Nürburgring
Element Teaser Marginal TGP Aktionspakete und Gewinnchancen zum TGP

Jetzt sichern!

FERNFAHRER Reporter App
Element Teaser Reporter App Die Foto-Community für Fahrer und Lkw-Fans

Jetzt App für iOS oder Android herunterladen!

Betriebsstoffliste 2020
Element_Teaser_BL_2020 Mehr als 2.500 Produkteinträge

Immer auf dem neuesten Stand: Die DEKRA Betriebsstoffliste 2020

eurotransport.de Shop
Web Shop Content Teaser Der Shop für die, die es bringen.

Zeitschriften, Bücher, Lkw-Modelle, Merchandising und mehr.