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Kühne + Nagel-CEO Trefzger

Bis zu 100 Millionen für Wald und Aufforstung

Lkw auf Landstraße im Wald Foto: Schwoaze/Pixabay

Kühne+Nagel-CEO Dr. Detlef Trefzger zum Programm Net Zero Carbon und zu nachhaltigen Angeboten für die Kunden.

Herr Dr. Trefzger, welche CO2-Emissionen emittiert das Unternehmen Kühne + Nagel denn pro Jahr?

Unsere eigenen Emissionen kennen wir seit Jahren sehr genau. 2019 hat Kühne + Nagel an allen Standorten und mit den eigenen Aktivitäten weltweit rund 330.000 Tonnen CO2 emittiert.

Mit dem Programm Net Zero Carbon, das zu Jahresanfang gestartet ist, wollen sie den CO2-Fußabdruck weltweit aller Standorte auf null reduzieren. Wie viel wird das den Konzern kosten?

Das Net Zero Carbon-Programm besteht aus den drei Aktionsfeldern Vermeidung, Reduktion und Kompensation von CO2-Emissionen. Bevor wir also kompensieren, arbeiten wir daran, die Emissionen nachhaltig zu reduzieren. Dafür haben wir bereits seit Jahren zahlreiche Programme am Laufen. Im vergangenen Jahrzehnt haben wir unsere eigenen Emissionen um deutlich über 20 Prozent reduzieren können. Und auch dieses Jahr möchten wir unsere eigenen Emissionen weiter reduzieren. Was nicht reduziert werden kann, kompensieren wir. Dafür werden wir bis zu 100 Millionen Schweizer Franken in Wald- und Aufforstungsprojekte investieren. Unser Ziel ist es, dass alle unsere Projekte den Sustainable Development Goals der UNO entsprechen, denn wir wollen unseren Geschäftspartnern und Mitarbeitenden zeigen, dass unsere Maßnahmen Hand und Fuß haben und wirkungsvoll sind

Kühne + Nagel ist unlängst auch der Allianz für Entwicklung und Klima beigetreten. Was bezwecken Sie damit?

Wir sind als erster Logistiker beigetreten, weil wir den ganzheitlichen Ansatz von Bundesentwicklungsminister Dr. Gerd Müller im Rahmen dieses Projekts unterstützen – das bedeutet, nicht nur Bäume zu pflanzen und zu renaturieren, sondern den Klimaschutz in der Gesellschaft insgesamt zu unterstützen.

White office interior with panoramic windows. 3D rendering Foto: Pinkypills
Kühne + Nagel-Chef Dr. Detlef Trefzger.
Ihren Kunden wollen Sie künftig auch ein Angebot für einen klimaneutralen Transportalternative machen. Wenn die Kunden die Wahl haben – ist das nicht zu kurz gedacht, nehmen die Kunden dann nicht eher den günstigsten Preis, auch auf Kosten von ein bisschen mehr CO2?

Am Ende des Tages ist der Preis eines hohen CO2-Ausstoss doch viel höher für uns alle und für die Gesellschaft insgesamt. Das erkennen auch viele unserer Kunden, insbesondere solche, die direkt im Geschäft mit den End-Konsumenten stehen. Wir müssen dem Kunden aber die Wahl lassen. Denn für eine bessere CO2-Bilanz muss er unter Umständen längere Laufzeiten in Kauf nehmen, weil die Fracht einen anderen Weg nimmt. Wir können und möchten den Kunden nicht vorschreiben, welches Schiff er nehmen oder ob die Ware beispielsweise alternativ auf die Schiene soll.

Bis 2030 soll im Rahmen des Net Zero Carbon-Programms auch alle Transporte der Zulieferer CO2-neutral gestellt werden.

Ja, dazu haben wir uns bekannt. Wir arbeiten bereits heute mit unseren Zulieferern daran, mehr alternative Treibstoffe zu nutzen. Und dank unserer Onlineplattform Sea Explorer können wir unseren Kunden beispielsweise bereits heute sagen, dass mit einem bestimmten Schiff, Flugzeug oder mit einem bestimmten Routing bis zu zwei Drittel der CO2-Emissionen eingespart werden können.

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