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Kooperation von DHL und DB Cargo

Schienentransportnetz für Pakete erweitert

Foto: Oliver Lang/DB Cargo

Noch mehr Pakete sollen per Bahn transportiert werden. Dazu erweitern DB Cargo und DPDHL ihr Schienentransportnetz für Pakete.

Ziel ist, noch mehr DHL-Pakete als bisher klimafreundlich über die Schiene zu transportieren. Dazu wurde jetzt das bestehende Schienentransportnetz mit 13 Verbindungen, die fast alle am Wochenende verkehrten, um sieben weitere Zugverbindungen mit zumeist werktäglichen Verkehren ergänzt. Der Anteil der per Bahn transportierten Pakete kann so von zwei auf sechs Prozent gesteigert werden.

Ziel: CO2-neutraler Brief- und Paketdienst

„Die Kooperation mit der Deutschen Bahn und der Ausbau des schnellen, leichten Güterverkehrs auf der Schiene ist ein wichtiger Bestandteil in unserer Nachhaltigkeitsstrategie. Dies ist ein weiterer Schritt in Richtung eines CO2-neutralen Brief- und Paketdienstes in Deutschland“, sagt Post- und Paketvorstand Meyer. Im Vergleich zum Transport auf der Straße spare die Deutsche Post DHL heute schon rund 1.000 Tonnen CO₂ monatlich durch die Nutzung der Schiene ein.

„Pakete gehören auf die Schiene – wir entwickeln mit Deutscher Post DHL gemeinsam ein Netzwerk auf der Schiene. Das ist eine starke Allianz für das Klima, denn jeder DHL-Zug spart unserem Planeten 80 bis 100 Prozent CO₂ gegenüber dem Straßentransport. Ein einziger Güterzug kann bis zu 100.000 Pakete transportieren“, sagt Sigrid Nikutta, DB-Konzernvorstand Güterverkehr.

Deutsche Post DHL sieht noch Verbesserungspotenzial

Langfristig sollen rund 20 Prozent der nationalen Paketsendungen der DPDHL per Schiene transportiert werden. Damit dies gelinge, sind jedoch aus Sicht von Deutsche Post DHL noch Veränderungen erforderlich: etwa "schnellere Waggons für den leichten Güterverkehr, ein Ausbau der Infrastruktur, bessere Trassen unter Einbeziehung der Hochgeschwindigkeitsstrecken, vereinfachte Verfahren für den Neu- und Ausbau von Bahnanschlüssen sowie schnellere, kostengünstige Verfahren zur Verladung vom Lkw auf die Bahn und umgekehrt". Für einige Transporte müsste demnach auch die Bereitschaft auf Kundenseite gegeben sein, für einen klimafreundlicheren Transport auf der Schiene etwas längere Laufzeiten zu akzeptieren.

Um den klimafreundlicheren Pakettransport auf der Schiene weiter auszubauen, würde die Deutsche Post DHL auch ausgewählte Paketzentren mit Gleisanschlüssen ausstatten. Dadurch könnten Transporte zu den Terminals reduziert, die Verladung beschleunigt und noch höhere Mengen in den zur Verfügung stehenden Zeitfenstern klimafreundlich auf der Schiene transportiert werden.

Hindernisse beim Ausbau der Infrastruktur

Den Anfang soll das Paketzentrum Köln machen, in dem in den nächsten Jahren eine Erweiterung und Bau eines direkten Zugangs zu dem benachbarten Containerterminal Eifeltor geplant ist. Bisherige Erfahrungen seitens Deutsche Post DHL bei der Planung von neuen oder der Ertüchtigung von bestehenden Gleisanschlüssen in Deutschland seien allerdings eher ernüchternd, denn eine Vielzahl baulicher und regulatorischer Vorschriften erschwerten solche Vorhaben und bedingten Jahre an Vorlaufzeit, so Post- und Paketvorstand Meyer.

20 weitere Züge in der Vorweihnachtszeit

Vom Güterterminal Großbeeren bei Berlin aus werden beispielsweise Destinationen in den Großräumen Dortmund, Mannheim und Frankfurt am Main angefahren. Dabei werden Pakete aus den umliegenden DHL-Paketzentren per Lkw zum jeweiligen Güterterminal transportiert und auf die Züge verladen. Von dort gehen sie in die Zielregion, wo sie wieder umgeladen und per Lkw ins aufnehmende Paketzentrum gebracht werden. Dieser Transport geschieht zumeist über Nacht, der Antrieb auf der Schiene erfolgt dabei durch nachhaltig produzierten Strom. Mit Blick auf den bevorstehenden vorweihnachtlichen Starkverkehr planen Deutsche Post DHL und DB Cargo zusätzlich 20 Züge an den Wochenenden vor Weihnachten einzusetzen.

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