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Kombinierter Verkehr

Paneuropa Rösch setzt auf Klimaanpassung

Henrik Bramlage, Projektleiter für nachhaltige Logistik bei Paneuropa Rösch Foto: Thomas Küppers

Wie kann sich ein Logistikunternehmen auf den Klimawandel vorbereiten? Diese Frage treibt Henrik Bramlage um, der sich als Projektleiter für nachhaltige Logistik bei Paneuropa Rösch damit auseinander setzt.

Auf der transport logistik gab er im trans aktuell-Messeinterview darauf interessante Antworten.  "Es ist wichtig, dass wir Klimaanpassungsstrategien entwickeln im Kombinierten Verkehr", sagte er. Denn dieser könne nun mal nicht so flexibel reagieren wie der Straßenverkehr. Vor mehr als drei Jahren hat sich dazu das Unternehmen einem Projekt angeschlossen, um gezielt passende Maßnahmen zu finden. Das aktuelle Hochwasser zeige, wie wichtig etwa die Suche nach mehreren Ausweichstrecken ist. Und dies bereits im Vorfeld der Krise. Das aktuelle Hochwasser hat den alpenquerenden Güterverkehr teilweise stillgelegt. "Alle Züge von Norditalien nach Norddeutschland sind zum Stehen gekommen", sagt Bramlage am Mittwoch.

Fahrerhäuser hell lackiert

"Sich an den Klimawandel anzupassen sei ein Schritt mehr als nur Umweltschutz. Einige konkrete Maßnahmen hat die Spedition bereits umgesetzt. Die Fahrerhäuser wurden von dunkelblau auf weiß umlackiert, um die Wirkung der Sonneneinstrahen zu minimieren. Sonst fühlt sich der Fahrer womöglich wie in einem Brutkasten. Vor zwei Jahren hat Paneuropa Rösch – nach eigenen Angaben als erste Spedition – Kühltransporte auf die Schiene verlagert – was mit „einem sehr hohen finanziellen Aufwand" verbunden war, so Bramlage.

Kühltransport auf der Schiene

Leider sind die Kunden nicht bereit, für mehr Klimaschutz auch mehr zu bezahlen oder Veränderungen in Kauf zu nehmen. "Alles muss genau gleich sein: Transportzeit, -qualität und -preis müssen derselbe sein. Im Gegenteil: Der Kombinierte Verkehr (KV) sei immer noch als unflexibel verschrien und die Kunden erwarteten hier eher günstigere Preise. Es bedarf Überzeugungsarbeit, neue Kunden zu akquirieren". Doch das Unternehmen wächst stetig, um rund zehn Prozent jährlich.

Wer seine Güter von der Spedition aus Vechta transportieren lässt, erhält jährlich ein CO2-Zertifikat, mit dem er selbst wieder werben kann. Für manche Kunden sei dies ein wichtiges Argument. Hinzu kommt, dass der KV ohne Mautkosten auskommt. "Steigt die Maut, können wir unsere Preise trotzdem stabil halten". Die meisten Güter auf der Schiene schickt die KV-Spedition von Köln oder Bremen nach Verona.

Rösch investiert in Flotte

Für die Zukunft investiert Paneuropa Rösch weiterhin in seine Fahrzeugflotte. Geplant ist, alle Planauflieger durch Kofferaufbauten zu ersetzen, in die keine Nässe eindringen kann. Außerdem soll der Kühlverkehr weiter ausgebaut werden. Hier rechnet Bramlage klimabedingt mit einem kräftigen Wachstum.

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