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Kombinierter Verkehr

24-Stunden-Service ist möglich

Foto: Küppers 28 Bilder

Bekommt man Teilpartien im Kombinierten Verkehr innerhalb von 24 Stunden von Haustür zu Haustür? Der Operateur Kombiverkehr zeigt, dass dies innerhalb wichtiger Ballungszentren in Deutschland machbar ist. Im Rahmen der trans aktuell-Leseraktion dokumentiert die Redaktion dies am Beispiel einer Sendung der Spedition Wittenburg + Gladrow von Hamburg nach Frankfurt.

13.11.2012 Matthias Rathmann

Um 16.32 Uhr hat Fahrer Michael Reske bei Nord Logistic im Hamburger Stadtteil Altenwerder die letzte von drei Teilpartien geladen. Inhalt: E-Gitarren und Bekleidung. Damit belädt er den kranbaren Sattelauflieger, den der Vermieter Euro-Leasing im Rahmen der Aktion gestellt hat. Um 17.27 Uhr steht der Sattelzug am Terminal der Deutschen Umschlaggesellschaft Schiene–Straße (Duss) in Hamburg-Billwerder. Um 18.32 Uhr ist der Trailer in der Luft und wenige Augenblicke später auf Waggon 1 des Kombiverkehr-Ganzzugs nach Frankfurt und Ludwigshafen.

Um 20.33 Uhr und damit einige Minuten vor der Zeit setzt sich  Zug 50221 mit 22 Waggons und einem Gesamtgewicht von 1.347 Tonnen in Bewegung. Der Zug gleitet ruhig über die Gleise und erreicht bei Tempo 100 bis 120 das Terminal Frankfurt-Ost in aller Herrgottsfrühe. Am Terminal wartet bereits Transportunternehmer Horst Scheibke aus Bad Vilbel. Die Spedition Wittenburg + Gladrow hat ihn beauftragt, den Nachlauf für den Auflieger der Leseraktion zu übernehmen.
 
Um 8.11 Uhr fährt Scheibke auf der Kranbahn zu Platz 19 vor. 32 Minuten später hat er die A 45 verlassen und steht bereits auf dem Gelände eines großen Lebensmittel-Einzelhändlers in Alzenau. Die erste von drei Sendungen hat ihr Ziel erreicht. Kombiverkehr hat bewiesen, dass ein 24-Stunden-Service von Tür zu Tür zwischen wichtigen Ballungszentren in Deutschland ohne Probleme machbar ist.

Doch nicht nur wegen der Laufzeiten, sondern auch wegen des Umweltgedankens und der Möglichkeit, vier Tonnen mehr zu schultern, will die Spedition Wittenburg + Gladrow zunehmend auf den Kombinierten Verkehr setzen. „Ich sehe uns bereits allabendlich am Terminal“, sagt Bernd Wittenburg, der mit Tom Gladrow die Geschäfte des vor zwei Jahren gegründeten Hamburger Logistikunternehmens führt.

So bald wie möglich wollen die beiden Chefs die Achse Hamburg-Frankfurt täglich im Kombinierten Verkehr bedienen. Diese Relation ist neben der Linie nach Paderborn, Osnabrück und Bielefeld eine der ganz starken des kleinen Unternehmens. „Wir haben bereits unsere Kunden darüber informiert, dass wir zurzeit die Linie nach Frankfurt auf der Schiene aufbauen“, sagt Gladrow.

Insgesamt hatten zehn Unternehmen die Möglichkeit, im Rahmen der trans aktuell-Leseraktion den Kombinierten Verkehr in Deutschland zu testen. Euro-Leasing stellte das nötige Equipment in Form eines kranbaren Trailers. Fast alle Transporte sind inzwischen erfolgreich über die Bühne gegangen.

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Jan Bergrath, Experte für Fahrerthemen Jan Bergrath Journalist
Carsten Nallinger Carsten Nallinger Lkw-Navigation
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