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Kombi-Operateur übernimmt ERS Railway

Hupac steigert Verkehrsvolumen um 3,5 Prozent

In ihrer Jahresbilanz 2017 verzeichnet die Schweizer Hupac Gruppe ein Plus von 3,5 Prozent beim Verkehrsvolumen und ein ebenso großes Ergebnisplus. Gleichzeitig gibt das Unternehmen die Übernahme von ERS Railway, inklusive dessen Beteiligung an dem Eisenbahnverkehrsunternehmen Boxx-Press, bekannt.

02.05.2018 Ilona Jüngst

Verkehrsvolumen plus 3,5 Prozent, Geschäftsergebnis ebenso und "zufriedenstellend": So sieht Hupac die Bilanz des abgelaufenen Geschäftsjahr 2017. Der Umsatz verbesserte sich um 3,3 Prozent auf rund 437 Millionen Euro. Dennoch zeigt sich das Unternehmen aus Chiasso nicht zufrieden. Negative Effekte aufgrund von Streckenunterbrüchen hätten demnach das Verkehrsvolumen (minus 1,6 Prozent) und die Ergebnisse im zweiten Semester deutlich geschmälert und speziell im Hauptgeschäft auf der Nord-Süd-Achse zu Verlusten geführt. Insgesamt transportierte Hupac  ein Volumen von 763.000 Lkw-Ladungen beziehungsweise 1,370 Millionen TEUs.

Zu dem positiven Geschäftsergebnis hat demnach zum einen der Geschäftsbereich Shuttle Net mit Verkehren in Europa, Russland und China beigetragen. Auch im Kernmarkt des transalpinen Verkehrs durch die Schweiz habe sich das Segment der vier-Meter-Megatrailer mit einem Plus von 10 Prozent erneut als Wachstumstreiber gezeigt. Der Bereich Company Shuttle für Kunden mit Grossvolumen - 2015 gegründet - erfuhr sogar einen Zuwachs um 50 Prozent und macht inzwischen laut Hupac bereits zehn Prozent des Gesamtumsatzes aus. Im Geschäftsbereich Maritime Logistics wurden im Herbst erste Züge gefahren; weitere erhebliche Marktentwicklungen sind laut Hupac vorgesehen.

"Der Verlauf des letzten Geschäftsjahres hat wieder einmal gezeigt, wie wichtig ein effizientes Notfallmanagement mit Reserven und klaren Prozessen ist“, sagte Verwaltungsratspräsident Hans-Jörg Bertschi anlässlich der Bilanz-Pressekonferenz. Nach Angaben Bertschis hält Hupac rund zehn Prozent seiner Wagenflotte sowie Loks und Lokführer für Backup-Fahrten vor, um in kritischen Verkehrssituationen handlungsfähig zu sein.

ERS Railways trotz Übernahme eigenständig

Wie Hupac außerdem mitteilt, wird es das Stammkapital von ERS Railways übernehmen. Das Unternehmen, seit 2015 eine Tochtergesellschaft des US-Eisenbahnunternehmens Genesee & Wyoming ist, ist vor alllem im maritimen Intermodalgeschäfts tätig. Hauptsächlich über seine 47-prozentige-Beteiligung an dem Hamburger Eisenbahnnternehmen Boxx-Press verbindet ERS die deutschen Häfen mit dem Hinterlandverkehr.

Laut Hupac ist das Angebot von ERS beziehungsweise das durch die Kooperation mit Boxx-Press angebotene Netz "eine perfekte Ergänzung zu den umfangreichen Hinterland-Verbindungen der Hupac ab den Westhäfen Antwerpen und Rotterdam". Nach Angaben des Unternehmens aus Chiasso werde ERS ein vollständig unabhängiges Unternehmen bleiben; auch die Kooperation mit Freightliner für den kontinentalen Zugverkehr soll fortgesetzt und weiter ausgbeaut werden.

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