KIT-Forschung für München

Stadtbus in Kolonne

Foto: KIT / Grafik erstellt mit CarMaker von IPG

Der E-Bus-Hersteller Ebusco, das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und die Stadtwerke München (SWM) arbeiten gemeinsam am ÖPNV der Zukunft. In der bayerischen Landeshauptstadt soll dafür die Platooning-Technologie zum Einsatz kommen.

Trotz Elektronantrieb und Automatisierung – Gelenkbusse und Busse mit Personenanhänger sind für die Zukunft laut des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) zu wenig flexibel und im Betrieb zu energieintensiv. Die Lösung dagegen sei das Platooning, also das Koppeln einzelner Busse über eine "elektronische Deichsel". Weil Platoons leicht geteilt und wieder verbunden werden können, könne der Einsatz so unkompliziert an den Bedarf angepasst werden.

E-Busse mit Platooning einfacher und günstiger

Im entsprechenden Tempus-Projekt, das Anfang 2021 startete und mit rund 12 Millionen Euro vom Bundesverkehrsministerium gefördert wird, arbeitet das KIT daher gemeinsam mit den Stadtwerken München (SWM) und dem E-Bus-Hersteller Ebusco an einem Stadtbus-Platoon in der bayerischen Landeshauptstadt. Hier soll laut Professor Eric Sax, Leiter des Instituts für Technik der Informationsverarbeitung (ITIV) am KIT, nur das vorderste Fahrzeug durch einen Fahrer gesteuert werden, alle nachfolgenden können automatisiert folgen. Auch Dr. Svenja Reiß von den SWM ist überzeugt: "Durch Platooning können wir den Busbetrieb optimal an den Bedarf je nach Tageszeit oder Linie anpassen – besonders im städtischen Umland."

Aktuell vertraut München auf den Einsatz von Personenanhängern, um auf Nachfrageschwankungen zu reagieren. "Bei Elektrifizierung der Zugfahrzeuge müsste enorme elektrische Energie eingesetzt werden, um die Anhänger mitzubewegen", so Sax. Eine rein elektronische und informationstechnische Kopplung wie beim Platooning erlaube hingegen, vollständige Fahrzeuge zu koppeln. "Da dabei gängige Fahrzeugtypen eingesetzt werden, ist die Elektrifizierung einfacher und preiswerter."

Erste Testfahrten ab Mitte 2022

Die Konzepte für das Platooning der Stadtbusse und die Algorithmen für die Automatisierung werden aktuell entwickelt. Ein erster Bus-Prototyp soll dann bis Mitte 2022 auf einem neuen Testfeld für elektrifizierte und automatisierte Fahrzeuge im ÖPNV im Norden von München in Betrieb gehen. Das Ziel laut Professor Sax: die neuen Fahrzeuge ab Mitte des Jahrzehnts auf die Straße bringen.

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