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Katerstimmung bei Maersk

Umsatz und Ergebnis brechen ein

Foto: Maersk

Der Frachtkonzern Maersk hat im vergangenen Jahr ein operatives Ergebnis von 925 Millionen US-Dollar (rund 823,5 Millionen Euro) erzielt.

Das entspricht laut Unternehmensangaben einem Rückgang von 82 Prozent. Der Umsatz fiel im selben Zeitraum um 15 Prozent auf 40.308 Millionen Dollar (35.883,9 Millionen Euro). Ebenso deutlich rauschte die Rendite in den Keller. Während diese 2014 noch 11,0 Prozent betragen habe, belaufe sie sich 2015 auf nur noch 2,9 Prozent. Daran sei besonders das enorm schwache zweite Halbjahr schuld. Im ersten Halbjahr habe man noch eine Rendite von 10,2 Prozent erzielt. Im zweiten Halbjahr müsse man jedoch eine negative Rendite in Höhe von -6,3 Prozent verbuchen. Grundsätzlich sei man aber mit den Ergebnissen über alle Geschäftsbereiche zufrieden. "Alle Geschäftsbereiche haben positive operative Ergebnisse erzielt und die Maersk Gruppe hat insgesamt ein operatives Ergebnis von 3,1 Milliarden US-Dollar (rund 2,76 Milliarden Euro) erwirtschaftet", kommentiert Nils S. Andersen, CEO der Gruppe die Bilanz.

Schwierige Marktbedingungen

Der Geschäftsbereich Maersk Line kommt laut Unternehmensangaben auf ein Ergebnis von 1,3 Milliarden Dollar (1,16 Milliarden Euro) und liegt damit deutlich unter dem Vorjahreswert von 2,3 Milliarden Dollar (2,05 Milliarden Euro). Den Rückgang begründet das Unternehmen mit schwierigen Marktbedingungen, die zu deutlich niedrigeren Frachtraten geführt haben, besonders in der zweiten Jahreshälfte. Zwar habe Maersk Line in drei Bestellungen insgesamt 27 neue Schiffe mit einer Kapazität von 367.000 Standardcontainern (TEU) bestellt. Doch weitere Investitionen habe man aufgrund des schwachen Marktes erst einmal verschoben. 

Der Bereich APM Terminals verzeichnete ebenfalls einen Rückgang des operativen Ergebnisses, von 849 auf 626 Millionen Dollar (von 755,8 auf 557,3 Millionen Euro). Geringere Frachtvolumina, besonders in Westafrika, Russland und Brasilien hätten sich hier ausgewirkt. Umsatzverbesserungen und Einsparmaßnahmen haben die Einbußen demnach nur teilweise kompensiert.

Ölgeschäft fährt herbe Verluste ein

Enorme Verluste, auch absolut gesehen, verzeichnete Maersk Oil: -2,1 Milliarden Dollar (-1,87 Milliarden Euro). Damit hat das Unternehmen seinen Verlust von 2014 mehr als verdoppelt. Die Rendite sank demnach auf -38,6 Prozent. 

Einzige Plusbringer waren die Bereiche Maersk Drilling und APM Shipping Services. Während Drilling sein operatives Ergebnis von 471 auf 732 Millionen Dollar (419,3 auf 651,7 Millionen Euro) erhöhte, machte APM Shipping Services aus einem Verlust von 230 Millionen Dollar (204,8 Millionen Euro) im Jahr 2014 einen Gewinn von 446 Millionen Dollar (359,7 Millionen Euro). 

Insgesamt erwartet Maersk für das laufende Jahr ein operatives Ergebnis, das deutlich unter Vorjahr liegt. Nach wie vor wirken sich demnach niedrige Frachtraten und geringe Volumenzuwächse aus.    

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