JLL beleuchtet Logistikflächenmarkt

Umsatz bisher unter dem Vorjahreszeitraum

Foto: Thomas Küppers

Der deutsche Logistikflächenmarkt präsentiert sich stabil auf hohem Niveau. Nach Angaben des Immobiliendienstleisters Jones Lang Lasalle (JLL) lag der Umsatz für Lager- und Logistikflächen im ersten Halbjahr 2017 zwar mit rund drei Millionen Quadratmetern unter dem Vorjahreszeitraum, die fünf- und zehnjährigen Durchschnittswerte wurden aber um zwei beziehungsweise 20 Prozent übertroffen.

Das positive konjunkturelle Umfeld dürfte den Markt auch im zweiten Halbjahr weiter dynamisieren. "Vor diesem Hintergrund gehen wir davon aus, dass bis zum Jahresende zum dritten Mal in Folge ein Umsatzvolumen von über sechs Millionen Quadratmetern erzielt werden kann", sagt Frank Weber, Head of Industrial Agency JLL Germany in Frankfurt.
 
Was die fünf großen Ballungsräume Berlin, Frankfurt, Düsseldorf, Hamburg und München ("Big 5") anbelangt, hat die Region Berlin mit einem Plus von 25 Prozent deutlich zugelegt. Mit einem leichten Plus von sechs Prozent beendet die Region München das erste Halbjahr. Den höchsten Flächenumsatz zeigen wie im Vorjahr die Regionen Frankfurt (300.000 Quadratmeter) und Hamburg (225.000 Quadratmeter).
 
Der Ballungsraum Frankfurt profitiert dabei vom größten Abschluss in den "Big 5": Kraftverkehr Nagel mietete im zweiten Quartal rund 43.000 Quadratmeter in Trebur an. Die zweitgrößte Anmietung wurde durch Rhenus mit circa 39.900 Quadratmetern in Neufahrn bei München getätigt. Unter anderen trugen diese beiden Anmietungen dazu bei, dass die Branche Transport, Verkehr, Lagerhaltung für 46 Prozent des Umsatzes verantwortlich zeichnete, bezogen auf die Größenordnung ab 5.000 Quadratmetern sogar für 61 Prozent.

Angebot kurzfristig verfügbarer großer Flächen niedrig

Mit 257.000 Quadratmetern wurden allein rund 43 Prozent des Umsatzes in der Größenordnung ab 5.000 Quadratmetern in Neubauten respektive Projektentwicklungen getätigt. Das Angebot kurzfristig verfügbarer großer Flächen bezeichnet JLL als niedrig. Denn was neu gebaut wird, ist oft bereits weit im Voraus vorvermietet. Von den insgesamt in dieser Größenordnung im ersten Halbjahr in den "Big 5" fertiggestellten 400.000 Quadratmetern waren Ende Juni nur noch 46.000 Quadratmeter frei verfügbar.
 
Bei den Mieten gab es nach Angaben von JLL wenig Veränderung. Teuerster Standort ist nach wie vor München mit einem Durchschnitts-Quadratmeterpreis von 6,75 Euro pro Monat. Dahinter folgt Frankfurt mit sechs Euro. Hamburg belegt den dritten Platz mit 5,60 Euro. In Düsseldorf werden durchschnittlich 5,40 Euro fällig und in Berlin gibt sich der Markt mit fünf Euro zufrieden.

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