Schließen

Intermodaler Verkehr

Für fairen Wettbewerb fehlen die Daten

Kombiverkehr Foto: Matthias Rathmann

Die Monopolkommission empfiehlt eine umfassende Analyse des deutschen Verkehrsmarktes, die alle Verkehrsträger einbezieht. Ansonsten seien die Auswirkungen von Finanzierungsmaßnahmen des Bundes nicht absehbar, heißt es im Sondergutachten "Bahn 2017: Wettbewerbspolitische Baustellen", das jetzt vorgelegt wurde

Insbesondere könne nicht nachgewiesen werden, ob oder in welchem Umfang eine Reduzierung der Bahn-Trassenpreise eine Verbesserung des intermodalen Wettbewerbs zur Folge hätten. Es könne auch nicht abschließend beurteilt werden, ob der Schienenverkehr derzeit zu viel oder zu wenig gefördert wird. Datenerhebung und ihre Darstellung sollten über eine neutrale Stelle erfolgen, so die Experten, die als unabhängiges Gremium die Bundesregierung zu Wettbewerbspolitik und Wettbewerbsrecht sowie zur Regulierung beraten.
 
Als Vorbild dient der Monopolkommission die Schweiz, wo zuletzt 2016 vom Bundesamt für Raumentwicklung eine Übersicht zu den externen Kosten und Nutzen für den Schienen-, Straßen- und Luftverkehr sowie für die Binnenschifffahrt erstellt wurde. Als externer Nutzen wurden gesundheitliche Vorteile durch Fuß- und Fahrradverkehr mitberücksichtigt, als externe Kosten flossen in die Analyse durch die Luftverschmutzung bedingte Schäden ein: Gesundheits- und Gebäudeschäden, Ernteausfälle, Waldschäden sowie Biodiversitätsverluste. Darüber hinaus wurden unter anderem die Kosten für Lärm, Unfälle, Klimaerwärmung, Natur- und Landschaft sowie weitere Zusatzkosten in städtischen Räumen kalkuliert.

Grundlage kommt aus der Schweiz

Eine vom Schweizer Bundesamt für Statistik erstellte Übersicht "Kosten und Finanzierung des Verkehrs" soll dabei als Grundlage für verkehrspolitische Entscheidungen dienen. Für einen fairen Wettbewerb in Deutschland könnte auf einer solchen Datenbasis die Bestimmung von Netzentgelten und Zuordnungen von Steuern für die einzelnen Verkehrsträger erfolgen, so das Gutachten.
 
Die Kommission empfiehlt dem deutschen Gesetzgeber außerdem eine klare organisatorische Trennung für vertikal integrierte Eisenbahnunternehmen in Bezug auf den alle handelnden Personen und Entscheidungen des Infrastrukturbetreibers. So sollten Aufsichtsratsmandate des Infrastrukturbetreibers nicht von Vertretern einer anderen rechtlichen Einheit des Konzerns wahrgenommen werden. Vorgeschlagen wird daran anschließend eine eigentumsrechtliche Trennung: "Als erster Schritt könnten dazu die weltweit agierenden Unternehmen DB Cargo und DB Schenker Logistis aus dem DB-Konzern ausgegliedert und privatisiert werden."

Unsere Experten
Jan Bergrath Jan Bergrath Journalist
Harry Binhammer, Rechtsanwalt und Fachanwalt für Arbeitsrecht Harry Binhammer Fachanwalt für Arbeitsrecht
Aktuelle Fragen Bullenfänger illegal? Sind Bullenfänger in Deutschland erlaubt? Arbeitszeit: Anfahrt zum Stellplatz Ist die Anfahrt zum Lkw-Stellplatz Arbeitszeit? Digitacho (Nachrüstpflicht) Gibt es eine Digitaltacho-Nachrüstpflicht für alte Lkw?
Diesel-Dieter in der FERNFAHRER-Druckerei
Diesel-Dieter in der FERNFAHRER-Druckerei Aktionsangebot + Gewinnchance

Jetzt sichern!

FERNFAHRER Reporter App
Element Teaser Reporter App Die Foto-Community für Fahrer und Lkw-Fans

Jetzt App für iOS oder Android herunterladen!

Betriebsstoffliste 2020
Element_Teaser_BL_2020 Mehr als 2.500 Produkteinträge

Immer auf dem neuesten Stand: Die DEKRA Betriebsstoffliste 2020

Kostenloser Newsletter
eurotransport Newslettertitel Jetzt auswählen und profitieren

Maßgeschneidert: Die neuen Themen-Newsletter für Transportprofis.

Who is Who
Who is Who Nutzfahrzeuge 2019 WHO IS WHO Nutzfahrzeuge

Alle Hersteller, Zulieferer und Dienstleister für Nutzfahrzeugflotten.

eurotransport.de Shop
Web Shop Content Teaser Der Shop für die, die es bringen.

Zeitschriften, Bücher, Lkw-Modelle, Merchandising und mehr.