IAA

MAN Concept S mit Krone-Trailer

MAN_Krone_ConceptS Foto: etm 5 Bilder

Krone ergänzt mit seinem Aero Liner die MAN-Studie Concept S - das aerodynamisch volloptimierte Gespann soll bis zu 25 Prozent CO2-Ausstoß einsparen können.

Aerodynamik, das Zauberwort, wenn es um Kraftstoffeinsparung und Reduktion von CO2-Emissionen geht. Lkw-Hersteller MAN präsentierte dazu schon auf der Nutzfahrzeug IAA im Jahr 2012 seine Studie Concept S. Die futuristisch anmutende Zugmaschine hat nicht mehr ganz so viel mit gewohnten Lkw zu tun, sollte aber laut MAN alles in sich vereinen, was in Sachen aerodynamischer Optimierung möglich ist.

Aero Liner ergänzt Concept S

Zur aktuellen IAA präsentieren Trailer-Hersteller Krone und MAN gemeinsam die, zu einem kompletten Sattelzug, ergänzte Studie erneut. Mit dem Krone Aero Liner bildet die Kombination eine stromlinenförmige Einheit die bei der Enthüllung am zweiten Pressetag augenblicklich an die geschwungene, dynmaische Form eines Delfins erinnerte. Man habe sich bewusst an den Form aus der Natur orientiert, erklärte Krone-Chef Bernard Krone, schließlich brächte die Evolution stets das beste Ergebnis hervor. "Wer sich einen Delfin vorstellt, sieht wie diese Tiere geradezu durchs Wasser fliegen", so Krone.

Ladevolumen bleibt gleich, Verbrauch und Emission sinken

Das Fahrzeug bietet laut Krone das Ladevolumen eines konventionellen Lkw, erreicht dabei aber einen extrem niedrigen Luftwiderstandswert. Dazu wurde das Design des Fahrzeugs im Windkanal getrimmt. Mit einem cw-Wert von rund 0,3 erreicht die Studie Werte auf Pkw-Niveau. Dadurch lassen sich bis zu 25 Prozent Kraftstoff und damit CO2 einsparen. Doch nicht nur auf die Form wurde Wert gelegt: Das Fahrzeug sei mit modernen Sicherheitsinstrumenten wie Kameras, Reifendrucküberwachung, dynamische Stützlastreduzierung, Bremsassistenten oder auch Antiwankregelung ausgerüstet. Der Trailer sei außerdem rampengerecht gestaltet - trotz der Verjüngung Richtung Heck.

Produktion möglich, Gesetzgebung noch hinterher

Das aerodynamisch-optimierte Konzept könnte prinzipiel schon bald auf die Straße gebracht werden, da sind sich die beiden Hersteller einig. Hierzu müsste die Gesetzgebung allerdings an den Längenvorschriften für Sattelzüge rütteln lassen. Das Gespann ist nämlich 20,4 Meter lang. Die Hersteller sprechen von rund 2,3 Metern Zugabe, die nötige wäre, um im Frontbereich des Fahrerhauses und am Heck des Sattelaufliegers zu optimieren.

EU stellt Änderungen der Längenvorschriften in Aussicht

Vielleicht werden die Wünsche der Indsutrie erhört, kündigte die EU-Kommission in ihrem für Anfang 2013 erwarteten Richtlinienvorschlag bereits an, dass solche Verlängerungen  im Gespräch seien.

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