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Hupac

Verkehrsvolumen steigt nur minimal

Hupac, Schiene, Schweiz Foto: Hupac

Die transalpinen Verkehre des Schweizer Kombi-Operateurs Hupac waren im vergangenen Jahr rückläufig, durch die Schweiz lag das Minus mit 377.675 Straßensendungen bei 0,6 Prozent.

19.02.2016 Markus Bauer

Für das laufende Jahr wird eine stabile Nachfrage erwartet, als Risikofaktor bleiben aber Kosten, die in Schweizer Franken anfallen. Der weiter fallende Dieselpreis begünstige den Straßengüterverkehr, hält das Unternehmen fest.

Insgesamt steigerte Hupac das Verkehrsvolumen 2015 leicht um 0,2 Prozent. Wachstumsträger war dabei der nicht transalpine Verkehr mit einem Plus von knapp sechs Prozent. Das Netzwerk im Kernmarkt Westeuropa solle gestärkt werden, kündigte Hupac-Direktor Bernhard Kunz an. Weitere interessante Märkte seien Ost- und Südosteuropa sowie Fernost. "Hier wird Hupac ihr Engagement verstärken, um der wachsenden Nachfrage zu entsprechen."

Seit Jahresbeginn hat Hupac neue Verbindungen im Angebot. So verkehrt ein Shuttlezug zwischen Zeebrugge–Novara, der insbesondere Megatrailer anziehen soll. Die Shuttleverbindung Venlo–Busto Arsizio bindet den niederländischen Wirtschaftsraum Limburg an das Netzwerk der Hupac an. Seit Jahresanfang ist der Terminal Kutno bei Warschau die zentrale Drehscheibe im Ost-West-Verkehr. Hier treffen die Hupac-Shuttlezüge aus Ludwigshafen, Schwarzheide und Antwerpen ein, ebenso der neue, gemeinsam mit PCC und Kombiverkehr betriebene Shuttlezug aus Duisburg. Von hier aus können die Sendungen mit dem zweimal wöchentlich verkehrenden Hupac-Shuttle nach Moskau fahren und bis Zentralasien und Fernost weitergeleitet werden.

Das Ergebnis im transalpinen Verkehr kann gerade auch angesichts der bevorstehenden Eröffnung des Gotthard-Basistunnels im Dezember keine angenehme Bilanz sein. Der längste Tunnel der Welt wird von der Hupac als große Chance gesehen und soll die Produktivität und auch die Attraktivität des Kombinierten Verkehrs verbessern. Eine Chance hat die Politik der Verkehrsverlagerung aber nur, wenn auch die Preise Vorteile gegenüber der Straße bieten.

Ein wichtiger Meilenstein für den transalpinen Verkehr wird auch die Abstimmung über den Bau einer zweiten Röhre zur Sanierung des Gotthard-Straßentunnels sein. Die Politik hatte sich dafür ausgesprochen, weil der alte Tunnel für die Arbeiten zum Teil gesperrt und eine rollende Landstraße eingerichtet werden muss. Gegner und Befürworter tauschen noch bis zum 28. Februar ihre Argumente aus, dann entscheidet das Volk über das mit umgerechnet über 2,5 Milliarden Euro veranschlagte Projekt. Die Gegner führen neben den hohen Kosten auch ins Feld, dass der sanierte und der neue Tunnel entgegen derzeitiger Bekundungen letztlich dauerhaft mit vier Spuren genutzt werden könnten.

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