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Hupac-Chef Hans-Jörg Bertschi

Es geht darum, Kosten zu senken

Dr. Hans-Jörg Bertschi Foto: Ilona Jüngst

Ein Bündel von Maßnahmen soll die Wettbewerbsfähigkeit des Schienengüterverkehrs angesichts der Innovationen auf der Straße sichern.

Es gehe darum Kosten zu senken, die Produktivität zu erhöhen und die Chancen der Digitalisierung zu nutzen, sagte der Verwaltungsratschef des Schweizer Kombi-Operateurs Hupac, Hans-Jörg Bertschi. „Was uns die Strasse tagtäglich vorexerziert, kann die Schiene auch. Muss sie können“, sagte Bertschi in Luzern, wo die Hupac ihr 50-jähriges Bestehen feierte.
 
Mit IT-unterstützter Fahrtenoptimierung, intelligentem Flottenmanagement, verbrauchsarmen Motoren, Gigalinern und fahrerlosem Fahren mache der Straßengüterverkehr gewaltige Sprünge nach vorn, zählte Bertschi auf. Demgegenüber stehe das zeitlupenlangsame Innovationstempo der Bahnwelt. „Wenn der Schienengüterverkehr eine Zukunft haben will, muss im Bahnsystem ein Umdenken stattfinden“, forderte er. 
 
Gemeinsam mit Bahnpartnern, Infrastrukturbetreibern und Verkehrspolitikern sei Hupac deshalb aktiv geworden. So solle durch besser abgestimmte internationale Fahrpläne die Fahrzeit der Züge verkürzt und die Produktivität von Loks, Fahrern und Bahnwagen gesteigert werden. Die Integration der Terminals in das Fahrplankonzept verspreche höhere Effizienz, und Fahrplantreue könne die enormen Folgekosten von Verspätungen senken. Ebenso setze der integrierte, offene Datenaustausch zwischen allen Partnern Produktivitätspotenziale frei.
 
„Ich bin überzeugt, dass der intermodale Verkehr der Verkehr der Zukunft auf längeren Distanzen ist“, betonte Bertschi. Er sei sowohl dem reinen Strassentransport als auch dem konventionellen Bahnverkehr bezüglich Effizienz und Nachhaltigkeit deutlich überlegen. Entscheidend werde sein, die vielen Hemmnisse der nach wie vor nationalstaatlich geprägten Eisenbahnen zu überwinden.
 
Die Hupac AG wurde 1967 in Chiasso gegründet. An der Gesellschaft sind rund 100 Aktionäre beteiligt. Das Aktienkapital wird zu 72 Prozent von Logistik- und Transportunternehmen und zu 28 Prozent von Bahnen gehalten. Damit soll Marktnähe und Unabhängigkeit von den Bahnen gewährleistet werden. Das Unternehmen verfügt über rund 5.500 Wagenmodule und bündelt als neutraler, unabhängiger Kombi-Operateur Sendungen zu ganzen Zügen. Das Netzwerk umfasst Verbindungen zwischen den grossen europäischen Wirtschaftsräumen bis nach Russland und Fernost. Täglich sind rund 110 Hupac Züge mit eigenen Bahnwagen für den Transport von Containern, Wechselbehältern und Sattelaufliegern unterwegs.

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