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Auf sieben Hektar

Honold plant Logistikzentrum mit Batteriepark

Honold Foto: Honold

Honold treibt die Expansion weiter voran. In Dettingen/Albuch bei Ulm hat der Immobilienentwickler und Logistiker ein 25.000 Quadratmeter großes Grundstück erworben, mit Erweiterungsoption auf bis zu sieben Hektar Gesamtfläche. Dort soll im Juni 2018 der Grundstein für ein neues Logistikzentrum gelegt werden, das in der Endausbaustufe auf rund 45.000 Quadratmeter kommen kann.

16.04.2018 Ralf Lanzinger

Für die Honold-Gruppe ist Nachhaltigkeit getreu dem Unternehmensslogan „Logistik ist grün“ seit Jahren fester Bestandteil der Unternehmensphilosophie. Nun gibt es einen weiteren Schritt, um innovative Lösungen im Bereich der alternativen Energiegewinnung voranzubringen. Denn ein großes Manko an Solar- oder Windenergie ist deren Speicherung. So kann überschüssige Energie heute vielfach nicht mehr genutzt werden, weil adäquate Stromspeicher fehlen. Eine mögliche Lösung sind Batterieparks. Damit lässt sich mit Sonnen- oder Windkraft erzeugter Strom speichern und bei Bedarf an Endverbraucher abgeben.

Die Honold-Gruppe verfügt über mehr als 750.000 Quadratmeter Flächen an unterschiedlichen Standorten in Deutschland und Rumänien. Nun soll  im Juni 2018 in Dettingen der Startschuss für einen weiteren Standort mit  bis zu sieben Hektar Fläche fallen. Das Neue daran: Die Firmenlenker von Honold wollen die großen Flächenkapazitäten auch nutzen, um auf dem Markt als Anbieter von modernen Batteriespeichern zu agieren. Erste Gespräche mit einem benachbarten Tiefkühllogistik-Zentrum eines der größten deutschen Einzelhändler laufen bereits. Bei einem Erfolg der Gespräche wird Honold künftig Solarenergie in seinen Batterien speichern und direkt in die Kühlzellen des benachbarten Logistikers einspeisen.
 
Mit der Errichtung eines Logistikzentrums in Dettingen festigt die Honold-Gruppe zugleich ihr Engagement im Raum Ulm. So gibt es in diesem Raum bereits in Herbrechtingen, Oberkochen und Neu-Ulm mehrere Standorte von Honold.
 
Honold wird langfristig über 20 Millionen Euro in Dettingen investieren. Im ersten Schritt werden sechs Millionen in das Projekt investiert. Honold zielt mit dem Angebot unter anderem auf die Stromerzeuger ab, welche mittelfristig auf innovative Konzepte angewiesen sind. Einen konkreten Ankermieter hat Honold noch nicht, ist jedoch in Verhandlungen mit mehreren Interessenten.

Batteriespeicher als Pilotprojekt

Honold möchte nicht nur neben konventioneller Lagerlogistik einen großen Batteriespeicher als Pilotprojekt anbieten. Zugleich möchte das Unternehmen sowohl in der Politik als auch in der Bevölkerung das Bewusstsein dafür wecken, dass Deutschland bei der  Batterietechnologie dringenden Nachholbedarf hat. So hat die deutsche Industrie laut  Geschäftsführer Heiner Matthias Honold die Kontrolle über die Schlüsselkomponenten Batterietechnologie an die asiatischen Hersteller verloren. Die Logistik-Anlage in Dettingen ist demnach ein kleiner Versuch von Honold, die Spitzentechnologie zurück nach Deutschland zu holen.
 
In einem ersten Schritt sollen Elektrizitätswerke oder andere Energieerzeuger wie Stadtwerke Second-Life-Batterien als Batteriespeicher zum Selbstkostenpreis nutzen können. Konventionelle Kunden sollen die moderne Atmosphäre ebenfalls schätzen lernen.

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