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Höhere Preise im KV befürchtet

KV-Studie: Preisanstieg auf Straße und Schiene

Foto: Ilona Jüngst

Wird das Mobilitätspaket der EU in Gänze umgesetzt, steigen die Transportpreise auf Straße und Schiene, ergab eine Untersuchung.

Transporte werden deutlich teurer, wenn 2022 das EU-Mobilitätspaket mit neuen Regeln für den Straßengüterverkehr in Kraft tritt. Das ergab eine Studie im Auftrag der europäischen Branchenorganisation für den Kombinierten Verkehr, UIRR. Bei vollständiger Umsetzung des Regelwerks wird zudem befürchtet, dass fast 15 Milliarden Tonnenkilometer von der Schiene auf die Straße verlagert werden könnten. Das sind acht Prozent des Volumens, das 2019 im kombinierten Verkehr (KV) auf der Schiene befördert wurde.

KV-Kostensteigerung bis neun Prozent

Die UIRR hatte vom Beratungsunternehmen Oliver Wyman untersuchen lassen, welche Auswirkungen die überarbeiteten Regeln für den Zugang zum Güterkraftverkehrsmarkt und die neuen Sozial-/Arbeits- und Entsendungsregeln für Fahrer, die Anfang 2022 in Kraft treten, haben werden. Danach muss der Langstrecken Lkw-Verkehr mit einer Preissteigerung um fünf Prozent rechnen, während die Gesamtkostensteigerung beim Kombinierten Verkehr auf Entfernungen unter 1.000 Kilometern satte neun Prozent erreichen könnte. Angesichts fast doppelt so hoher Kosten befürchtet der KV die Verlagerung.

Erste und letzte Meile besonders betroffen

Verantwortlich für die hohen zusätzlichen Ausgaben sind insbesondere Lkw-Transporte, die im Rahmen des KV auf den kurzen Strecken der ersten und letzten Meile stattfinden. Sind hier ausländische Spediteure im Einsatz, steigen die Kosten der Untersuchung zufolge voraussichtlich um 16 Prozent. Wenn dann noch ein Mitgliedstaat Artikel 4 der Richtlinie über den kombinierten Verkehr aussetze, wird mit einer Verringerung der angebotenen Kapazität um fünf bis zehn Prozent gerechnet, was zu einem Kostenanstieg für den Straßengüterverkehr auf der Kurzstrecke um bis zu 22 Prozent führe, so die Untersuchung.

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